Sandhäuschen: Stadt „steht bei Kita-Plänen im Wort”

Von: mh
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Reichlich Raum für weitere Auseinandersetzungen: Die „Freunde des Sandhäuschens” kritisieren die geplante vorgezogene Bebauung des Montessori-Kinderhauses nach dem Abriss des Objekts. Elternbeirat und Stadt unterstreichen indessen, dass eine zügige Realisierung stets versprochen worden sei. Foto: Michael Jaspers

Laurensberg. Nichts erinnert inzwischen noch daran, dass an der Laurentiusstraße bis vor kurzem ein heiß umstrittener Backsteinbau die Gemüter erhitzte - abgesehen von einem Protestbanner an der großen Brache, welche die Bagger dort hinterlassen haben.

Die „Freunde des Sandhäuschens” werden nämlich keineswegs müde, heftige Kritik an der Niederlegung des ehemaligen Bürgerzentrums zu üben - und an den Plänen zur Neubebauung des Areals.

Per Flugblatt kritisiert die Initiative nun unter anderem, die Stadt wolle den Neubau des Montessori-Kinderhauses vorziehen - unter anderem, um das Projekt durch Bundesmittel im Rahmen des Konjunkturprogramms zu finanzieren, vor allem aber, um eine „bürgernahe Gesamtlösung” vor Ort zu verhindern.

Der Kindergarten, argumentieren die Initiatoren, müsse ins Gesamtkonzept eingebunden werden, er gehöre „wieder in den zentralen Bereich an der Kirche St. Laurentius!”

Mit Verblüffung reagierte nicht nur Planungsdezernentin Gisela Nacken auf die Vorwürfe: „Es bestand immer Konsens darüber, dass der Kindergarten so schnell wie möglich neu gebaut wird.”

Fraglos werde ein entsprechender Beschluss am 5. Februar auch von den Ratsfraktionen gefällt - völlig unabhängig von etwaigen Bundeszuschüssen.

Auch Uli Weber, Vorsitzender des Elternrats, unterstreicht, dass damit dem ausdrücklichen Wunsch der Betroffenen Rechnung getragen worden sei. „Politik und Verwaltung haben zugesichert, möglichst schnell mit dem Neubau zu beginnen.”

Denn die Situation in der provisorischen Unterkunft im Kindergarten Schurzelter Straße sei schon aus Platzgründen, aber auch wegen unterschiedlicher konzeptioneller Ausrichtungen alles andere als ideal.

„Die Stadt steht hier im Wort”, sagt Weber. „Denn die Entscheidung über die weitere Bebauung kann sich unter Umständen noch lange hinziehen.”
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