Aachen - Samuel Schürmann und die Jazz-Band „Swing.It“ begeistern ihr Publikum

Samuel Schürmann und die Jazz-Band „Swing.It“ begeistern ihr Publikum

Von: Gerhard W. Kluth
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Brillanter Sänger und eine brillante Band: Samuel Schürmann und das Quartett „Swing.It“ um Bandleader Heribert Leuchter überzeugten in der Klangbrücke. Foto: Ralf Roeger

Aachen. In „La Cage aux Folles“ hat sich Samuel Schürmann im Grenzlandtheater in die Herzen des Publikums gespielt. Aber auch als reiner Sänger zusammen mit einem Jazz-Quartett weiß er, wie er die Zuhörer in seinen Bann schlagen kann.

Eine Viertelstunde vor Konzertbeginn: Immer wieder kommen Musikfreunde an die Abendkasse und fragen, ob es noch Karten gibt. Viel Hoffnung kann man ihnen nicht machen, denn eigentlich ist die Klangbrücke ausverkauft. Und das, obwohl es schon ein Zusatzkonzert ist, mit dem sich Samuel Schürmann und das Jazz-Quartett „Swing.it“ an diesem Samstag dem Aachener Publikum präsentieren.

Eigentlich sollte es nur eine Veranstaltung geben, aber ziemlich schnell wurde klar, dass das nicht ausreichen würde. Das Aachener Publikum liebt Samuel Schürmann nach seinen umjubelten Auftritten im Grenzlandtheater. Zu erwarten war ein entspannter Abend für Musiker und Publikum.

Ein Grund für das Konzert war die Vorstellung einer „EP“, zu der man in früheren, analogen Zeiten Single gesagt hätte. Statt, wie bei einer CD üblich, über 70 Minuten Musik hat „Both Sides Now“, wie die Scheibe überschrieben ist, nur fünf Titel mit einer Spieldauer von knapp 23 Minuten. Aber es sind 23 Minuten, die es in sich haben.

Schürmann erzählte seinem Publikum, die gesamte Herstellung der CD sei in Rekordzeit geschehen. Innerhalb weniger Tage war alles aufgenommen, abgemischt und zum Presswerk gegangen. Es hätte einfach alles gestimmt. Ein Glücksfall? Vielleicht, aber der Abend in der Klangbrücke widersprach dem. Es herrschte eine fast greifbare Einigkeit zwischen „Swing.it“ und Schürmann.

Was Schürmann seinen Zuhörern anzubieten hat, ist ihm offensichtlich ein Anliegen. Es ist nicht das Nachsingen von Hits vergangener Tage. Wenn er einen Song von Joni Mitchel interpretiert, dann ist das sein Song. Dann will er damit etwas aussagen.

Authentisch und glaubhaft. Auch „I’m gonna live till I die“, den schon Frank Sinatra in seinem Programm hatte, nimmt man Schürmann ab. Sollte das, was er seinem Publikum an Emotion über die Rampe transportiert, nicht echt sein, dann wäre er hier ein exquisiter Verstellungskünstler. Aber daran mag man nicht so ganz glauben. Schürmann ist hier Musiker durch und durch.

Wenn der Abend ein glanzvoller Erfolg war, lag dies auch daran, dass Schürmann brillant mit seiner Stimme umzugehen verstand. Geschmeidig und mit viel Farbigkeit schenkte er seinen Titeln eine frische Lebendigkeit. Es lag aber auch an „Swing.it“, die Schürmann mehr als nur ein verlässlicher Partner waren.

Ob Saxofonist und Bandleader Heribert Leuchter oder Pianist Gero Körner, Manfred Hilgers am Kontrabass oder Steffen Thormählen am Schlagzeug – alle vier wussten zu jeder Zeit, wie sie Schürmanns Gesang zu begleiten hatten.

Genauso stellten sie mit ihren Soli aber auch ihr eigenes instrumentales Können unter Beweis, das bestens mit den Intentionen der Songinhalte korrespondierte. Schürmann hatte sich bei seinem Publikum dafür bedankt, dass es trotz starker Konkurrenz (er meinte damit die AKV-Sitzung „Orden wider den tierischen Ernst“) zu ihm gekommen war. Hier kann man nur sagen: Das Kommen hatte sich mehr als gelohnt.

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