Sänger Markus Krings erhält den Thouet-Mundart-Preis

Von: Jutta Katsaitis-Schmitz
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In Mundart im Rathaus vereint: OB Marcel Philipp, Hans-Josef und Oliver Thouet sowie renommierte Platt-Experten nahmen den designierten Thouet-Preisträger Markus Krings (6.v.l.) in die Mitte. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Die Überraschung war groß im Weißen Saal des Rathauses und die avisierte Auszeichnung mehr als verdient. Markus Krings (24) heißt der designierte Preisträger des Thouet-Mundart-Preises der Stadt Aachen.

Alle, die in der beim Empfang mehrmals zitierten Öcher-Platt-Gemeinde Rang und Namen haben, waren am Donnerstag erschienen und wurden direkt durch zwei Darbietungen in os Modderesproech bestens auf das weitere Procedere eingestimmt.

Den musikalischen Auftakt gab Dieter Böse, der sich auf seiner Gitarre begleitete und sang: „Vür sönd vür än Du bes de Keäz in ming Latern.“ Gekonnt rezitierte der zehnjährige Jason Kocurek ein Rümselcher „Dr Krenteweck“. Im Elternhaus hatte er os Modderesproech gelernt, als Domsingschüler erfolgreich an Öcher-Platt-Wettbewerben der Schulen teilgenommen und nun als Schüler des KKG am Rotary-Sprachturnier.

Immer mehr stieg die Spannung der Öcher-Platt-Experten bei den anerkennenden Worten des Vorsitzenden der Preis-Jury, Oliver Thouet, der langsam durchblicken ließ, dass Markus Krings aus den Reihen der Sängerschar Capella a Capella der designierte Preisträger sein werde. Nicht mehr daran zu zweifeln war, als OB Marcel Philipp ihm gratulierte und seine Vorfreude auf die Preisverleihung am 6. Januar 2016 zu erkennen gab. Der sonst so redegewandte Markus Krings war zunächst sprachlos, ließ dann jedoch im Schnelldurchlauf seinen Werdegang Revue passieren und zeigte seine Liebe zu os Heämetsproech: „Ich spreche gerne auf Öcher Platt, wenn es Hochdeutsch nicht mehr geht.“

Sein Mentor war Hein Engelhardt, in der Domsingschule war es Schulleiter Gerhard Dünnwald. Später schloss Krings sich Capella a Capella an, sang als Solist, wie auch jetzt bei der Feierstunde: „Et jölde Hazz än os Modderesproech“. Spontan öffnete man das Fenster und zeigte passend dazu auf den Eäzekomp. Krings studierte zuletzt in Bonn, will aber jetzt als Biologe an der RWTH Aachen promovieren – dann als gekürter Thouet-Preisträger, Spezialgebiet: „Pfeilgiftfrösche“.

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