Aachen - Sabine Jacobs zeigt Zeichnungen und Skulpturen im Kulturwerk Aachen

Sabine Jacobs zeigt Zeichnungen und Skulpturen im Kulturwerk Aachen

Von: Svenja Pesch
Letzte Aktualisierung:
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Lädt ab Samstag in die Galerie des Kulturwerkes: Sabine Jacobs zeigt ihre fast schwebend anmutenden Installationen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Für Sabine Jacobs sind Geräusche mehr als nur eine akustische Komposition. Sie visualisiert musische Eindrücke und schafft dadurch ein Kunstwerk mit Eigendynamik. Unter dem Titel „wireline + paper“ zeigt die studierte Grafikdesignerin ihr breites Spektrum an Arbeiten im Kulturwerk.

Dazu zählen neben Zeichnungen auch große, schwebende Skulpturen. Aus einem Liniengerüst aus Eisendraht kaschiert sie mit Papier abstrakte Formen. „Meine Arbeiten wirken sowohl leicht und schwebend, als auch schwer und voller Schmerz. Ein großer Themenbereich ist die Natur. Denn die Natur wird oft aus dem gesellschaftlichen Leben ausgeklammert, dabei umgibt uns die Natur nicht nur, wir selbst sind ein Stück weit Natur und können daraus unglaublich viel Kraft ziehen“, erklärt Jacobs. Widmet sich die gebürtige Aachenerin ihren Zeichnungen, so entstehen aus einer Linie häufig weitere, die zu einem neuen Kunstwerk werden.

Eine konkrete Vorstellung davon, wie ihre Objekte final aussehen sollen, hat sie nicht. „Am Anfang habe ich eine Idee, aber wie sich die Arbeit im Laufe des Schaffungsprozesses entwickelt, ist meistens noch völlig unklar. Es folgt immer eine Sache auf die nächste“, so Jacobs. Ihre Arbeiten, für die sie teilweise bis zu drei Monaten braucht, lassen den Betrachter seinen eigenen Assoziationen folgen, da jeder die Werke auf verschiedene Art und Weise wahrnimmt. Dabei ist der freischaffenden Künstlerin vor allem ein Aspekt wichtig, wie sie ergänzt. „Ich befasse mich zwar viel mit der Natur, allerdings ist es mir ein Anliegen zu zeigen, wie die Natur wirkt und nicht wie sie funktioniert.“

Um das zu realisieren, lässt sie den Draht „einfach laufen“ auch ohne vorhergehende Zeichnung. Sie verknüpft und verknotet dazu feinste Drahtfäden unterschiedlicher Stärke zu filigranen Netzen und Gitterstrukturen, die als abstrakte zeichnerische Kontur sichtbar bleibt. Diese füllt, kaschiert und ummantelt sie mit hauchdünnem Seidenpapier. Nach und nach entsteht so ein feingliedriges Gespinst aus feinen Linien und geschichteten, semitransparenten Membranen. 2016 erhielt Jacobs für ihr Schaffen den Marlies Seeliger-Crumbiegel Kunstpreis.

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