RWTH ist bei den Unis fast der FC Bayern

Von: Lars Odenkirchen
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Sie sind über Generationen hinweg Aushängeschilder: die im Rahmen der Jahresbilanz ausgezeichneten Preisträger. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Exzellenz wohin man schaut: Die RWTH hat im vergangenen Jahr eine rundum positive Entwicklung hingelegt und ist auch für die Zukunft bestens aufgestellt. Dies geht zumindest aus der Jahresbilanz hervor, die Rektor Ernst Schmachtenberg gemeinsam mit den Prorektoren im Rahmen der Veranstaltung „RWTHtransparent-Mobilising People” vorstellte.

„Es ist furchtbar viel passiert, und davon ist vieles bedeutsam für die Zukunft”, resümierte Schmachtenberg. Herausragend seien etwa die Hochschulrektorenkonferenz und die Tagung des Wissenschaftsrats gewesen, die beide in Aachen stattfanden. Der Rektor freute sich zudem, dass man in diesem Jahr 196 Studenten ein Stipendium bieten konnte. 2010 soll diese Zahl allerdings verdoppelt werden. Trotz der Wirtschaftskrise habe die RWTH zudem noch mehr Drittmittel einwerben können als im Vorjahr, die Gesamteinnahmen der Hochschule (inklusive der Zuschüsse) stiegen auf fast 600 Millionen Euro.

Mit Stolz verwies der Aachener Rektor zudem auf Hochschulrankings der „Wirtschaftswoche” und des „Handelsblattes”, die die RWTH nicht nur im Maschinenbau und bei der Elektrotechnik, sondern auch bei Wirtschaftsingenieuren, Informatikern und Naturwissenschaftlern auf dem ersten Platz sehen. Selbstbewusst folgerte Schmachtenberg: „Wir sind da mittlerweile fast ein bisschen wie Bayern München - wir haben so oft gewonnen, dass wir aufpassen müssen, oben dran zu bleiben, sonst gibt es fast schon ein bisschen Häme”. Schaffen möchte die RWTH dies durch ihr neu erstelltes, umfangreiches Strategiekonzept, „einer Strategie, die von allen getragen wird”.

Ungeachtet allen Unmuts über Probleme im Bachelor/Master-System und Aktionen wie des Bildungsstreiks zogen auch die Prorektoren durchweg ein positives Fazit für ihre Fachbereiche. Einzig Prof. Dr. Aloys Krieg (Lehre) merkte trotz steigender Zahlen in den Bereichen Studiengänge, Studenten, Absolventen, Doktoranten und Einschreibungen an, dass man mit einer „Erfolgsquote” von nur 40 Prozent der Studierenden nicht zufrieden sein könne. Mit einer Reihe von Maßnahmen, wie etwa besseren Informationen vor Beginn des Studiums und besserer Qualifizierung der Lehrenden will man hier gegensteuern.

Thema des Rückblicks war natürlich auch der Campus Melaten, auf den Prof. Dr. Günther Schuh (Bereich Industrie und Wirtschaft) genauer einging. Er dankte dabei vor allem der Politik für die gute Zusammenarbeit. Der Zeitplan für den Campus sieht nun den Spatenstich am 18. Februar vor, bis Ende 2011 sollen die erste Erschließungs- und Bebauungsphase bereits abgeschlossen sein. Im selben Zeitraum sollen auch am Westbahnhof erste Arbeiten, wie die Entwidmung des Bahngeländes, begonnen werden.

Positive Zahlen gab es auch von Prof. Rolf Rossaint (Forschung und Struktur) zu vermelden. Bei der Bewilligung von Forschungsgeldern durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft liegt die RWTH mit rund 257 Millionen Euro bundesweit vorne, und mit 27 neuen Professorinnen und Professoren konnte die RWTH viele neue Forscher hinzugewinnen. „Besonders erfreulich ist dabei die hohe Frauenquote von 42 Prozent”, erklärte Rossaint.

Prof. Heather Hofmeister (Personal und wissenschaftlicher Nachwuchs) stellte Fortbildungsmaßnahmen für das wissenschaftliche Personal der Uni vor. Für Doktoranden, Junior Professoren, Professoren und die Leitungsebene der Hochschule gebe es mittlerweile umfangreiche Fortbildungsangebote. Auch um die Familienfreundlichkeit ist es gut bestellt: Seit dem letzten Jahr ist die RWTH offiziell als „familiengerechte Hochschule” zertifiziert.
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