RWTH hat noch keinen Ersatz fürs Hörsaalzentrum an der Claßenstraße
Ein Loch in der Planung bleibt: An der Claßenstraße wird für 45 Millionen Euro ein Hörsaalzentrum für 4000 RWTH-Studierende gebaut. Doch bis zum Wintersemester - wenn 7200 neue Studenten erwartet werden - kann es nicht fertiggestellt werden. Foto: Andreas Steindl
Schließlich gilt es, Ersatz für eigentlich fest eingeplante 4000 Plätze in Hörsälen und Seminarräumen zu suchen.
Diese Suche gestaltet sich weit schwieriger als gedacht. Eigentlich waren für Mai Resultate einer Machbarkeitsstudie angekündigt worden, nun erklärt Angelika Hamacher von der Pressestelle der RWTH: „Mitte August sollen Gespräche über Lösungen mit der Stadt geführt werden.” Die Zeit drängt. Mit dem Schulabschluss des doppelten Abiturjahrgangs im Sommer 2013 erwartet die RWTH rund 7200 neue Studierende - normalerweise starten 5000 in ein Wintersemester.
Forderung bleibt im Raum
Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der RWTH Aachen hatte schon im März geeignete Übergangslösungen gefordert. Diese Forderung bleibt im Raum, denn bislang konnte kein adäquates Ergebnis präsentiert werden. Nach AZ-Informationen war die DB-Schenker-Immobilie am Westbahnhof im Gespräch. Doch diese Idee musste wieder verworfen werden.
Die Hallen hätten nicht rechtzeitig in Vorlesungsräume umgebaut werden können. Nun müssen Alternativen her und auch von den Studierendenvertretern ungeliebte Variante mit Lehr- und Lernzelten steht wieder zur Diskussion. „Wir stehen mit der Hochschule im Dialog. Es wird auch über dieses Modell mit einem Zelt auf einem Parkplatz gesprochen”, berichtet Marco Braunen für den AStA. „Die Situation ist für alle Beteiligten echt blöd.”
Da es nicht nur um Vorlesungen sondern letztlich auch um Prüfungen geht waren Zelte, insbesondere im kalten Winter bislang von allen Parteien weit weggeschoben worden. „Nun müssen wir sagen: Das wäre besser als nicht, auch wenn so eine Lösung für die Studierenden natürlich nicht ideal ist”, sagt Braunen. Der AStA werde in die Planungen aber eingebunden, auch seine Vorschläge werden aufgenommen.
Doch der Spielraum für neue Lehr- und Lernräume in Aachen ist begrenzt. Schon jetzt sind Kinosäle fester Bestandteil der Raumplanung - und das ohne die zusätzlichen Studierenden durch den doppelten Abiturjahrgang. Im Zuge der bereits allgegenwärtigen Raumnot wurden nun die Öffnungszeiten der Lernräume im „Semi 90”, Templergraben 90, und im „Sparkassenforum” im Super C, ebenfalls am Templergraben, verlängert. Das „Semi 90” ist nun montags bis freitags von 19 bis 24 Uhr und samstags und sonntags sogar von 8 bis 24 Uhr, das „Sparkassenforum” montags bis freitags von 9 bis 22 Uhr und samstags und sonntags von 9 bis 18 Uhr.
Die Bauarbeiten an der Claßenstraße gehen dabei ungehindert weiter. Die Verzögerung war zustande gekommen, weil sich der Entwurf der dänischen Architekten „schmidt hammer lassen architects” nicht für die bereitliegenden 45 Millionen Euro aus dem sogenannten Hochschulmodernisierungsbereich auf die Beine stellen ließ.
Nun wird fieberhaft an der umgeplanten Variante gearbeitet - rechtzeitig „gefüllt” werden, kann das Bauloch an der Claßenstraße aber nicht mehr.
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Diese Suche gestaltet sich weit schwieriger als gedacht. Eigentlich waren für Mai Resultate einer Machbarkeitsstudie angekündigt worden, nun erklärt Angelika Hamacher von der Pressestelle der RWTH: „Mitte August sollen Gespräche über Lösungen mit der Stadt geführt werden.” Die Zeit drängt. Mit dem Schulabschluss des doppelten Abiturjahrgangs im Sommer 2013 erwartet die RWTH rund 7200 neue Studierende - normalerweise starten 5000 in ein Wintersemester.
Forderung bleibt im Raum
Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der RWTH Aachen hatte schon im März geeignete Übergangslösungen gefordert. Diese Forderung bleibt im Raum, denn bislang konnte kein adäquates Ergebnis präsentiert werden. Nach AZ-Informationen war die DB-Schenker-Immobilie am Westbahnhof im Gespräch. Doch diese Idee musste wieder verworfen werden.
Die Hallen hätten nicht rechtzeitig in Vorlesungsräume umgebaut werden können. Nun müssen Alternativen her und auch von den Studierendenvertretern ungeliebte Variante mit Lehr- und Lernzelten steht wieder zur Diskussion. „Wir stehen mit der Hochschule im Dialog. Es wird auch über dieses Modell mit einem Zelt auf einem Parkplatz gesprochen”, berichtet Marco Braunen für den AStA. „Die Situation ist für alle Beteiligten echt blöd.”
Da es nicht nur um Vorlesungen sondern letztlich auch um Prüfungen geht waren Zelte, insbesondere im kalten Winter bislang von allen Parteien weit weggeschoben worden. „Nun müssen wir sagen: Das wäre besser als nicht, auch wenn so eine Lösung für die Studierenden natürlich nicht ideal ist”, sagt Braunen. Der AStA werde in die Planungen aber eingebunden, auch seine Vorschläge werden aufgenommen.
Doch der Spielraum für neue Lehr- und Lernräume in Aachen ist begrenzt. Schon jetzt sind Kinosäle fester Bestandteil der Raumplanung - und das ohne die zusätzlichen Studierenden durch den doppelten Abiturjahrgang. Im Zuge der bereits allgegenwärtigen Raumnot wurden nun die Öffnungszeiten der Lernräume im „Semi 90”, Templergraben 90, und im „Sparkassenforum” im Super C, ebenfalls am Templergraben, verlängert. Das „Semi 90” ist nun montags bis freitags von 19 bis 24 Uhr und samstags und sonntags sogar von 8 bis 24 Uhr, das „Sparkassenforum” montags bis freitags von 9 bis 22 Uhr und samstags und sonntags von 9 bis 18 Uhr.
Die Bauarbeiten an der Claßenstraße gehen dabei ungehindert weiter. Die Verzögerung war zustande gekommen, weil sich der Entwurf der dänischen Architekten „schmidt hammer lassen architects” nicht für die bereitliegenden 45 Millionen Euro aus dem sogenannten Hochschulmodernisierungsbereich auf die Beine stellen ließ.
Nun wird fieberhaft an der umgeplanten Variante gearbeitet - rechtzeitig „gefüllt” werden, kann das Bauloch an der Claßenstraße aber nicht mehr.








