RWTH-Hallenfußballcup: Nur Kreative dürfen mitkicken

Von: Aljona Hartstock
Letzte Aktualisierung:
Großer Einsatz auf kleinem Fe
Großer Einsatz auf kleinem Feld: Beim RWTH-Hallenfußballcup traten 20 Teams gegeneinander an. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Logisch: Für die Qualifizierung zu einem Sportturnier kommt es in der Regel auf die sportliche Leistung an. Nicht so beim Hallenfußballcup der RWTH, denn hier zählt die Kreativität.

27 Mannschaften hatten einen Monat lang Zeit, sich mit einer außergewöhnlichen Bewerbung einen Platz beim Turnier zu sichern; 20 Teams haben es am Ende geschafft. Sie standen sich beim siebten RWTH-Hallenfußballcup im Hochschulsportzentrum einen Tag lang gegenüber.

Wie so oft beim Fußball, kochen auch hier die Emotionen hoch. Mitglieder anderer Mannschaften und Fans fiebern bei allen Spielen mit. Und davon gibt es nicht wenige an diesem Turniertag: In der Gruppenphase stehen sich die Teams zunächst in vier Gruppen gegenüber. Danach geht es nach dem K.O.-Prinzip weiter, die zwei besten Mannschaften aus jeder Gruppe dürfen weiterhin auf die Teilnahme am Finale hoffen.

Aufgrund der vielen Partien ist die Spielzeit pro Spiel auf zwölf Minuten begrenzt. Doch das ist nicht der einzige Unterschied zu einem normalen Fußballspiel. Eine Besonderheit sind die gemischten Teams. „Pro Mannschaft muss es wenigstens drei Frauen geben, von denen auch mindestens zwei gleichzeitig auf dem Spielfeld stehen müssen”, erklärt Elena Aulich, Torfrau der RWTH-Frauenfußballmannschaft, die an der Organisation beteiligt war. Außerdem befinden sich aufgrund der kleineren Felder (die Halle wurde in zwei Hälften unterteilt) nicht mehr als zehn Spieler auf dem Spielfeld.

Im Gegensatz zu anderen Sportwettkämpfen steht beim RWTH-Turnier nicht der erste Platz, sondern der Spaß im Vordergrund. Den haben auch Johanna Schlupkothen und Mauricio Chaves aus dem Team „LDL Flugkopfball 07”. Über eine Wunschplatzierung haben sie sich keine Gedanken gemacht. „Ich würde mich freuen, wenn wir die Gruppenphase überstehen”, sagt Schlupkothen.

„Es geht sehr freundschaftlich zu”, bestätigt Aulich. Dafür spricht auch, dass die Teams am Ende der Veranstaltung ihren persönlichen „Meister der Herzen” wählen können. Mit der Auszeichnung wird die fairste Mannschaft geehrt. Preise erhalten selbstverständlich auch die Erstplatzierten.

Als langjähriger Sponsor hat die Sparkasse Aachen das Finanzielle geregelt: Die beste Mannschaft erhält neben dem Wanderpokal einen Check von 250 Euro, die zweitplatzierte Mannschaft bekommt 150 Euro und für den dritten Platz sind 100 Euro drin. Die Auszeichnung für die kreativste Bewerbung müssen sich in diesem Jahr zwei Mannschaften teilen: die „ECR Energielücke” und die „AIA Supersonics” vom Aerodynamischen Institut Aachen.

Letztere haben mit viel Liebe zum Detail in Anlehnung an „Monopoly” ein komplett neues Spiel mit eigenen Regeln, Spielfiguren, Ereigniskarten und Spielbrett gebastelt. „Das ist schon sehr gut durchdacht”, sagt Grit Schwarz, Organisationsleiterin des Hochschulsports. So können beim RWTH-Hallenfußballcup Teams auch mit dem schlechteren Torverhältnis letztendlich zu Siegern werden.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert