„RWTH FH Sportsday“ lockt mehr als 2000 Besucher an

Von: Luisa Thomé
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RWTH FH Sports Day Foto: Andreas Steindl

Aachen. Kurze Hose, Unterhemd, Sonnenbrille und ab aufs Snowboard. Der „RWTH FH Sportsday“ wurde zwar nicht in den Winter verlegt, trotzdem konnten die rund 2000 Teilnehmer bei strahlendem Sonnenschein auf dem Königshügel Ski und Snowboard fahren.

Kunstschnee und die Kreativität des „Snowsport-Teams“ der RWTH machten es möglich. „Wir wollten dieses Jahr unbedingt auch bei diesem großen Event dabei sein und haben uns dafür etwas einfallen lassen“, erklärt Julius Conle, während er seine Ski anschnallt, um auf der Piste neben den Beachvolleyballfeldern seine „Skills“ zu zeigen.

Auf dem alljährlichen Sport-Event, das diesmal von RWTH und FH gemeinsam veranstaltet wurde, standen vor allem außergewöhnliche Sportarten auf dem Programm: Functional Intervall Training, Breaking, Aikido, Lindy Hop, Yin Yoga und vieles mehr wurde von den Besuchern und Studenten ausprobiert.

Und das Schnupperangebot kam super an: „Ist gar nicht so einfach sich auf einer Slackline zu halten“, erzählt Emmanuel, der trotz gelegentlicher Übung den Halt auf dem Gurtband verliert. Eine bessere Balance beweist Nico, der beim Kistenklettern den 1. Platz holt. 26 Kisten galt es dafür aufeinanderzustapeln und daran hochzuklettern. Gesichert natürlich. Aber Höhenangst habe er eh keine, sagt er, als er wieder Boden unter den Füßen hat.

Anne und Alexander bleiben lieber auf dem Boden – oder eher auf der Matte. Das Akrobaten-Team trainiert seit etwa drei Jahren zusammen und zeigt heute, was man in ihrer Disziplin in kurzer Zeit alles lernen kann. Natürlich erhoffen sie sich unter den Probierfreudigen das ein oder andere neue Mitglied: „Ausprobieren, Spaß haben, den Tag genießen und hoffentlich wiederkommen“. Alexander findet, dass das Event eine tolle Sache ist – nicht nur für den Sport, sondern auch für die Abwechslung im trockenen Klausuren-Alltag.

Die positive Resonanz zeigt Lorenz Wudke vom Sportreferat der Aachener Hochschulen, dass sich der Kampf mit dem Rektorat um die Veranstaltung des Sportsdays wieder gelohnt hat: „Beim Sportsday werden die größten Studenten wieder zu kleinen Kindern. Wenn du ihnen sagst, dass sie das alles ausprobieren können, ganz umsonst, dann bekommen sie diese leuchtenden Augen und tanzen von einem Bein auf das andere“, erzählt er und muss dabei lachen. Und er hat Recht.

Auch für Peter Lynen, den Leiter des Hochschulsportzentrums, ist klar, warum der Sportsday bei den Studenten so gut ankommt: „Hochschulsport steht für Kommunikation und Teamgeist“, sagt er. Es hieße nicht umsonst „Kontakthüpfen“ – wie die Studenten den Kurs „Fitness mit Musik“ nennen.

So oder so ähnlich hätte man auch die Disziplin der Institutsolympiade nennen können, bei der sich Professoren, Verwaltung und Studenten in Teams doch ziemlich nah auf die Pelle rücken. Beim Kistenrennen müssen die Viererteams auf der gleichen Anzahl an Getränkekästen durch die Ziellinie kommen und dürfen dabei nicht den Boden berühren. Kuscheln ist also angesagt. Und genau das ist der Sinn des Turniers, erklärt Melih Özkardes, Organisationsleitern des Sportsdays: „In einem solchen Turnier geht es um Teamgeist und genau der ist auch wichtig, um als Institut als Ganzes gut zu funktionieren. Die Teams bereiten sich lange im Vorfeld vor und kommen so außerhalb der Vorlesungen ins Gespräch“, sagt er.

Die „Kowangers“ – wie sich das Team des Instituts für Sprach- und Kommunikationswissenschaft nennt – wird dabei ordentlich angefeuert. Pompons und Geschrei, die Fans geben alles, denn bei der Olympiade gewinnt nicht nur das beste Team. „Auch die besten Fans werden am Ende gekürt“, erklärt Özkardes weiter. Besonders dankbar sind die Veranstalter dabei über die Sparkasse Aachen, die als Sponsor das Ganze erst möglich macht.

Und während die Kommilitonen fleißig schwitzen, bleibt Alfred seiner Königsdisziplin treu: „Ich habe den Bollerwagen hier hochgezogen – und der war immerhin voll mit Bier“ sagt er stolz. Er hat am gleichen Morgen noch eine Klausur hinter sich gebracht und belohnt sich jetzt mit Thekensport. Auf dem Sportsday ist jede Disziplin erlaubt. Hauptsache es macht Spaß. Und den hatten alle dank Wettergott und großem Angebot.

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