Runder Tisch: Lösung für den „SpielRaum“

Von: sh
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Soll ein Vereins- und Bürgerhaus werden: Auch das Betreuungsangebot „SpielRaum“ bleibt im alten Schulgebäude in Kornelimünster erhalten. So lautet das Ergebnis eines Runden Tischs. Foto: Harald Krömer

Kornelimünster. Der „SpielRaum“ muss raus aus dem alten Gebäude. Als diese Nachricht vergangenes Jahr in Kornelimünster die Runde machte, formierte sich in Windeseile Widerstand im idyllischen Ort an der Inde. Das Betreuungsangebot für die Kinder der Katholischen Grundschule sollte künftig im Neubau, in dem auch der Regelunterricht stattfindet, untergebracht werden.

2700 Protestunterschriften von Vätern und Müttern aus Kornelimünster gegen die Pläne der Verwaltung und jede Menge Briefe von Kindern wurden Oberbürgermeister Marcel Philipp Ende 2016 überreicht. Offensichtlich mit Erfolg.

CDU und SPD hatten in den vergangenen Wochen an einem Kompromissvorschlag gearbeitet, der am Dienstagabend bei einem Runden Tisch in Kornelimünster diskutiert wurde und schließlich auf allgemeine Zustimmung stieß. Zweieinhalb Stunden lang saßen Vertreter aller Parteien, der Schulpflegschaft, des Fördervereins, die Schulleitung, die Leitung des Betreuungsangebots sowie Bildungsdezernentin Susanne Schwier zusammen. Das Ergebnis: Das bisherige Schulgebäude wird ein Vereins- und Bürgerhaus.

Das Betreuungsangebot „SpielRaum“ kann weiterhin im Altbau auf dem Gelände der Grundschule bestehen bleiben. „Für uns ist entscheidend: Es existiert nun eine Perspektive, mit der alle gut leben können“, sagte Holger Brantin, schulpolitischer Sprecher der CDU, am Mittwoch gegenüber der AZ. Auch aus Kreisen der Oppositionsparteien hatte es im Vorfeld bereits Signale gegeben, dass man den Vorschlag der großen Koalition unterstütze. „Wir sind froh, dass diese Lösung gefunden wurde“, so Gretel Opitz (FDP).

Das alte Gebäude soll nun saniert und dann den Bürgern und Vereinen zur Verfügung gestellt werden. Grobe Kostenschätzungen gehen von etwa einer Million Euro für den Umbau aus. Nach der Sanierung könnten auch Räume im Obergeschoss genutzt werden, die derzeit nicht zur Verfügung stehen. Wer letztlich neben dem „SpielRaum“ in das Gebäude mit einzieht und weitere Detailfragen wurden beim Runden Tisch nicht weiter besprochen.

Auch wenn das Gebäude künftig „formell nicht mehr schulisch verwendet“ werde (Brantin), so sei doch gewährleistet, dass das Betreuungsangebot weiter wie bisher gefördert wird. Auch die Befürchtung, dass künftig Versicherungs- und Haftungsfragen durch die Umnutzung des Gebäudes entstehen, konnten laut Brantin entkräftet werden.

Der entsprechende Antrag soll so schnell wie möglich in den Rat eingebracht werden und anschließend im Laufe des Frühjahrs in die politische Beratung gehen.

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