Runde für Runde setzten 800 Läufer ein deutliches Zeichen

Von: Tim Habicht
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Soilidaritätslauf Foto: Kurt Bauer
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Solidaritätslauf, grosse Teilnehmergruppe Ibis-Backwaren Foto: Kurt Bauer
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Das Alter spielt keine Rolle: Die jüngste Läuferin zählte gerade einmal drei Lenze. Foto: Kurt Bauer
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Rennen für die Arbeitslosen in Aachen und der Städteregion: Rund 800 Läufer waren beim Solidaritätslauf am Start. Foto: Kurt Bauer

Aachen. Die einen laufen durchaus ambitioniert und schnell auf dem Kopfsteinpflaster am Markt. Sie wollen möglichst viele Runde schaffen. Die anderen gehen gemütlich in Gruppen am Rathaus vorbei, quatschen, lachen, und manche von ihnen spielen beim Gehen sogar Instrumente.

Aber egal ob schnell oder langsam, viele oder nur wenige Runden: Es kommt auf die Teilnahme an, darauf, ein Zeichen zu setzen. Und da wusste der achte Aachener Solidaritätslauf mit beinahe 1000 Läuferinnen und Läufern erneut zu überzeugen.

Denn in Aachen und der Städteregion sind immer noch über 25 000 Menschen ohne Arbeit. Das Thema Arbeitslosigkeit, vor allem Langzeitarbeitslosigkeit, ist immer noch ein zentraler Bestandteil in Politik und Gesellschaft.Vor allem, weil die staatlichen Mittel für Projekte, die langzeitarbeitslose Menschen unterstützen, drastisch gekürzt wurden. Der achte Aachener Solidaritätslauf soll dem entgegen wirken, dringend benötigtes Geld sammeln und vor allem: ein Zeichen setzen.

„Wir laufen hier sehr gerne mit. Es ist das erste Mal, dass wir beim Solidaritätslauf sind. Aber es ist wirklich super und ein tolles Zeichen dafür, dass man sich um die Menschen kümmert, die Hilfe benötigen“, sagt Bosko Banja, der gemeinsam mit 39 Kollegen am Lauf teilnimmt.

Insgesamt schnürten rund 800 Läuferinnen und Läufer die Schuhe, um am achten Solidaritätslauf teilzunehmen. Doch auch abseits der Laufstrecke rund um Rathaus und Dom gab es einiges zu sehen und zu hören. Denn die Pius Big Band sorgte durchgehend für den musikalischen Rahmen. Außerdem wurden tolle Preise bei einer Tombola ausgeschüttet. Glücksfee war dabei übrigens die dreijährige Anna, die jüngste Teilnehmerin des Laufes.

Neben der geselligen Atmosphäre auf dem Marktplatz kam die Botschaft und Wichtigkeit des Laufes aber nicht zu kurz. Die Anzahl der Läufer und die unterschiedlichsten Firmen und Privatpersonen zeigen, dass das Thema Arbeitslosigkeit kein Randthema, sondern in der Mitte der Gesellschaft angesiedelt ist. Fleißig Runden gelaufen sind auch Gisela und Norbert Becker. Beide sind bereits zum sechsten Mal dabei. „Ich bin eigentlich keine Läuferin“, sagt Gisela Becker, „doch diese Atmosphäre motiviert ungemein. Das ist ein tolles, positives Signal.“ Dem stimmt ihr Mann zu: „Es ist toll, dass man hier beim Lauf ganz einfach helfen kann. Aber auch die Botschaft ist wichtig. Man muss deutlich machen, dass es Not in der Gesellschaft gibt.“ 27 000 Euro kamen am Ende des Tages beim Solidaritätslauf zusammen.

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