„Rund um Dom und Rathaus“: Tort(o)ur auf Aachens Kopfsteinpflaster

Von: Leon Kirchgens
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Guido Diefenthal (r) vom Veranstalter RC Zugvogel freut ebenso auf das Event wie Jens Ulrich Meyer, Vorstand des Sponsors Aachener Bank. Dort gibt es auch eine Ausstellung zum Thema. Foto: Andreas Steindl/Michael Jaspers
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Gefürchtetes Kopfsteinpflaster: Am Samstag steigt die 42. Auflage des Radrennens „Rund um Dom und Rathaus“ in der Innenstadt. Foto: Andreas Steindl/Michael Jaspers

Aachen. Das kommende Wochenende soll ein einzigartiges Radsportevent werden. Ganz bewusst findet deshalb am Samstag – bevor am Sonntag dann die Weltklasse-Profis über das Kopfsteinpflaster des Aachener Markts donnern – wieder das traditionelle Radrennen „Rund um Dom und Rathaus“ statt.

Lange sei man sich bei Aachens ältestem Radsportverein „RC Zugvogel 09“ unsicher gewesen, ob es eine gute Idee ist, das Traditionsrennen – es wird zum 42. Mal stattfinden – im Schatten der „Tour de France“ auszutragen, da es so doch an Bedeutung verlieren könne, sagte Guido Diefenthal vom „RC Zugvogel 09“. Nachdem die Stadt aber auf ihn zugekommen mit dem Wunsch sei, die beiden großen Events zu verbinden, sei man nun überzeugt, wieder einen vollen Erfolg zu landen. „Wir brauchen uns nicht zu verstecken, das Rennen hatte schon immer einen Volksfestcharakter“, sagte Diefenthal vorab.

Wie im Vorjahr beginnt das Programm um 16 Uhr mit dem Jedermann-Rennen, gefolgt von dem „Öcher Pavai-Cup“ um 17 Uhr, bei dem ein Slalom-Parcours auf dem Markt für Lastenräder aufgebaut wird. Um 18 Uhr findet dann erstmals der Schul-Cup statt, bei dem etwa 30 Schüler an den Start gehen werden. Um 18.30 beginnt das C-Klasse-Vorrennen, für das die Teilnehmer genau wie beim Hauptrennen um 19.30 Uhr eine Lizenz benötigen. Beim Vorrennen fahren die Amateur-Radsportler etwa 40 Kilometer durch die Altstadt, beim Hauptrennen 54 Kilometer. Beide Rennen seien bei den Fahrern gefürchtet, da die 900 Meter lange Runde zu 95 Prozent mit Kopfsteinpflastern bedeckt sei und die Amateure mit teilweise über 40 Stundenkilometern durch die Altstadt rasen.

Nach Polizeischätzungen werden etwa 6000 Zuschauer erwartet. Und um das Event reibungslos über die Bühne zu bringen, seien neben 30 Helfern des RC Zugvogel auch etliche externe Helfer von den Verkehrskadetten, der Feuerwehr und vielen anderen Institutionen beteiligt. Diefenthal betonte nicht zuletzt auch die wertvolle Unterstützung der Aachener Bank, die das Rennen sponsert.

Überhaupt sei das gesamte Wochenende auch eine Werbung für den Radsport als solchen. In den vergangenen Jahren habe der Radsport vor allem wegen der Dopingskandale an Beliebtheit einbüßen müssen. Das habe sich zumindest subjektiv verändert: „Ich habe das Gefühl, dass dieses Jahr deutlich mehr Radfahrer im sportlichen Dress unterwegs sind als im vergangenen Jahr“, sagte Diefenthal.

Ganz im Sinne des Aachener Radsportwochenendes gibt es zudem in der Aachener Bank bis zum 7. Juli eine Ausstellung zur Geschichte des Traditionsrennens und des seit fast 100 Jahren bestehenden „RC Zugvogel 09“. Zu sehen ist etwa ein Rennrad aus der Vorkriegszeit. Die historischen Exponate sind in der Hauptstelle an der Theaterstraße zu sehen.

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