Rund 60 Schüler kicken bei der NRW-Streettour

Von: Angelina Boerger
Letzte Aktualisierung:
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Fairness im Vordergrund: Bei der NRW-Streettour ging es für rund 60 Schüler aber auch um Platzierungen und Pokale. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Auf zwei Fußball-Courts, die auf dem Parkplatz hinter dem Tivoli aufgebaut waren, fand unter der Trägerschaft des AWO-Fanprojekts eine besondere Weltmeisterschaft statt. Denn auf der NRW-Streettour kickten rund 60 Mädchen und Jungen der 5. und 6. Klasse aus der Städteregion um die Wette.

In verschiedenen Trikots und mit bunten Fahnen versehen, waren hier (fast) alle Fußballnationen vereint. Unter dem Motto „Kick racism out“ war es unwichtig, woher man kommt, auf welche Schule man geht oder ob man ein Mädchen oder ein Junge ist – alles egal, so lange man nur Lust auf Fußballspielen hat.

„In erster Linie geht es hier um gemeinsamen Spielspaß, das Gewinnen steht nicht im Vordergrund“, erklärte Sebastian Feis, der das Fanprojekt leitet. Dem Sportwissenschaftler geht es vor allem um Fairness: „Die Ziele des Fanprojekts sind, Toleranz und Gewaltfreiheit zu fördern und Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit abzubauen. Ich denke, das sollten wir auch den Jüngsten schon mit auf den Weg geben.“

Stichwort Konfliktlösung: Natürlich kam es während der Spiele zu Reibereien und erhitzten Gemütern. „Da bekommen wir ja zum Glück immer tatkräftige Unterstützung durch die Fanprojekte aus Bochum und Dortmund, die uns unter anderem Schiedsrichter zur Verfügung stellen, die darauf achten, dass alles fair bleibt.“

In der Endrunde musste sich Europameister Portugal (Alkuinschule) dann doch geschlagen geben. Brasilien (Gesamtschule Würselen) bezwang ihn mit 5:2 im Finale. Im Kampf um den dritten Platz verlor Kamerun (Gesamtschule Würselen) knapp gegen Spanien (Sekundarschule Stolberg) mit 2 : 3. Am Ende merkte man den erschöpfen Kindern dann doch an, dass die Platzierungen und Pokale – natürlich gab es auch einen Fairnesspokal -, doch nicht ganz unwichtig zu sein schienen.

Finanziert wird die NRW-Streettour vom DFB, vom NRW-Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport, von der Städteregion und der Stadt Aachen.

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