Ruhiges „Gewässer“ statt Baulärm am Brüsseler Ring

Von: sh
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An dieser Stelle stand viele Jahrzehnte die Waldschule Breuer: Die zur Zeit ruhenden Bauarbeiten am Brüsseler Ring sollen laut Investor in Kürze fortgesetzt werden. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Beschauliche Ruhe und Feuchtbiotop statt Beton und Baulärm: Dort, wo einst das herrschaftliche Gebäude der Waldschule Breuer stand, blicken Passanten derzeit auf eine kleine Seenlandschaft in der Baugrube am Brüsseler Ring.

Doch die derzeitige wässrige Ruhe täusche, betont der Aachener Investor. „Es gibt keine Probleme“, sagte er am Dienstag auf Anfrage der AZ. Seit Frühjahr 2013 läuft das Bauvorhaben. Zunächst wurde das historische Gebäude, in dem bis 1979 Schüler unterrichtet wurden, abgerissen. Anschließend begannen die Tiefbauarbeiten. Seit einiger Zeit ruht der Betrieb, soll aber spätestens im Frühjahr wieder beginnen. „Wir setzen gerade Verbesserungen um“, erklärt der Investor. An Ort und Stelle soll ein dreigeschossiger Neubau mit maximal 600 Quadratmetern Grundfläche sowie einer Tiefgarage errichtet werden.

Das Areal liegt nahe des Paubachs, der den an einigen Stellen fast einen halben Meter hohen Wasserstand in der Grube erklärt. Durch die Lage am Rande des Aachener Walds müssen für das Grundstück zudem diverse Umweltschutzauflagen eingehalten werden.

Denkmalschutz aufgehoben

Anfang 2012 wurde der Bebauungsplan entsprechend geändert. Zuvor rangen Politik und Stadt auf der einen Seite jahrelang heftig mit dem Investor auf der anderen Seite. Erstere wollten die 1921/22 errichtete, idyllisch gelegene Villa erhalten.

Doch wurde dem Gebäude wegen des rapiden Verfalls der Denkmalschutz aberkannt, unter dem es seit 2001 auf Initiative der Grünen stand. Somit war der Weg frei für einen Neubau – den auch Verwaltung und Politiker schließlich zähneknirschend hinnehmen mussten.

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