Aachen - Rote Kinderwangen trotzen selbst Wind und Regen

Rote Kinderwangen trotzen selbst Wind und Regen

Von: Ronja Schwabe
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Sie stehen für den Sportsgeis
Sie stehen für den Sportsgeist von heute und morgen: Die Kinder der Grundschule Am Höfling waren auch in diesem Jahr wieder mit enorm großer Zahl beim Sylvesterlauf dabei. Foto: Kurt Bauer

Aachen. „Bist du schon aufgeregt?”, fragt ein Vater seinen Sohn. „Du bist ja ganz blass um die Nase.” Das war gegen 13.30 Uhr am Samstag. Doch blass ist nach dem Schülerwettbewerb des DLC-Sylvesterlaufs niemand der rund 40 Kinder der Grundschule am Höfling mehr.

Denn nach 2,2 Kilometern gibt es eine Menge rosa Wangen. Alle, Schulkinder aber auch Eltern und Lehrer, die mit ihren Sprösslingen gelaufen sind, trotzen dem regnerischem Wetter mit guter Laune.

„Die Schüler sind hochmotiviert”, sagt Katrin Weber, Lehrerin am Höfling. „Das Ganze ist ein Angebot, das nicht nur bei den Schülern, sondern auch bei vielen Eltern gut ankommt.” Weber hat zusammen mit dem Korektor Ulrich Nellessen die gemeinsame Teilnahme am Sylvesterlauf organisiert und freut sich, dass ihre Gruppe auch dieses Jahr wieder so groß ist.

Im Vorfeld trainiert

Nachdem alle Startnummern und Lauf-T-Shirts an die Erst- bis Viert-Klässler verteilt sind geht es los auf den Markt. Dort findet ein kleines Aufwärmprogramm der KiBa Aachen (Kinder in Bewegung) statt. Mit guter Musik wird Stimmung gemacht, und die Muskeln werden gedehnt. Auch im Vorfeld haben sich die freiwilligen Teilnehmer an einem Adventssonntag getroffen und sind von der Grundschule (Am Höfling 14) einmal zum Waldstadion gelaufen und wieder zurück.

Um 14 Uhr geht es dann endlich los, die Kinder des Höflings haben als Erkennungszeichen alle eine rote Kappe auf. Darauf das Logo „Der Höfling läuft”. Auch ein großes Leinentuch haben Weber und Nellessen dabei, auf dem das Schullogo und das Motto zu sehen sind. Nicht lange dauert es, da erreichen die ersten Läufer schon das Ziel. Auch viele der Höflingkinder sind schnell gelaufen und haben eine gute Zeit geschafft. Für jeden Schüler, der mitgemacht hat, gibt es außerdem eine Medaille. Hinterher sind natürlich alle ein wenig geschafft aber trotzdem sichtlich zufrieden. „Ich laufe schon zum dritten Mal mit”, erzählt der acht-jährige Moritz. „Egal bei welchem Wetter - immer dabei!” Und auch die achtjährige Jana freut sich: „Ich musste zwischendurch keine Pause machen und bin sehr zufrieden, dass ich es so gut geschafft habe!”

Wahrscheinlich bekommt die Gruppe wie auch schon in den letzten Jahren vom Veranstalter, dem DLC Aachen, einen Preis, für das gruppenstärkste Team.

Nach dem Lauf folgt eine kurze Siegerehrung der schnellsten drei Teilnehmer des Schülerlaufs und schon beginnt das Aufwärmprogramm für den Volkslauf, der um 14.30 Uhr startet. Bei den 4,8 Kilometern schafft unter den Männern Mussa Hudrog den ersten Platz. Er läuft zum fünften Mal mit und ist sehr zufrieden, da er seit Anfang des Jahres verletzt war. „Ich konnte leider erst wieder kurz vor dem Winterlauf im Dezember anfangen, zu trainieren”, erklärt er. „Der Lauf war aber eine sehr positive Erfahrung für mich.”

Auch für die Veranstalter gestaltet sich der Tag wohl trotz schlechtem Wetter positiv. „Wir sind sehr zufrieden mit den Anmeldezahlen, da sie deutlich höher sind als im letzten Jahr”, sagt Geschäftsführerin des DLC, Karin Feldmann. „Natürlich sind wir im Stress, aber neben ein paar kleinen technischen Pannen, die es wohl immer gibt, läuft alles glatt.”

Mit Regenjacke und Schirm

Dann beginnt um 15.30 Uhr der Hauptlauf, der 10 Kilometer lang ist. Rund 2000 Teilnehmer sind dabei. Doch nicht nur bei den motivierten Läufern ist die Stimmung trotz Regen gut. Eine Menge Zuschauer, Freunde und Familie stehen, ausgerüstet mit Regenjacke und Schirm, am Rand der Strecke und feuern ihre Lieben an. Unter den Läufern sind natürlich eine Menge Hobbysportler, die einfach zum Spaß beim Sylvesterlauf mitmachen. Der soll ja schließlich auch im Vordergrund stehen. Hanna Sieben und Nina Schmitz, beide 17, freuen sich schon auf den Lauf, gehen die Sache aber locker an. „So viel trainiert haben wir nicht”, erklären die beiden. „Wir sind die Strecke zwar vorher schon einmal zu Übung gelaufen aber viel mehr haben wir neben unseren normalen sportlichen Aktivitäten nicht gemacht.” Trotzdem erhoffen sich die beiden eine gute Zeit. 40 bis 50 Minuten sind das Ziel, aber solange es unter einer Stunde bleibt, sind sie auch zufrieden. Und das haben die beiden dann auch geschafft, freuen sich nach dem Lauf aber auch darauf, zu Hause wieder trockene Klamotten anziehen zu können.
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