Aachen - Rotary Club lädt zum Open-Air-Kino in die Soers

Rotary Club lädt zum Open-Air-Kino in die Soers

Von: os
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Filmfreunde und -förderer: Sabine Mathieu (3.v.l.) und Leo Stürtz (r.) vom Rotary Club Aachen-Nordkreis fiebern mit Guido Lausberg (l., Cineplex) und den Sponsoren Ingo Lorbach (2.v.l.), Veronica Vogels und Tranjo Ceke dem Open-Air-Kino im Dressurstadion entgegen. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Wenn der Chefarzt die Karten abreißt, das Publikum applaudiert, wenn der Abspann läuft, und sich nach der Vorstellung einzelne Besucher bei den Veranstaltern noch für den schönen Abend bedanken, dann kann man schon von einem ungewöhnlichen Kino-Abend sprechen.

Wenn das Ganze dann auch noch an einem lauen Sommerabend dort stattfindet, wo normalerweise Reitsport der Spitzenklasse geboten wird, wird es zum außergewöhnlichen Leinwanderlebnis. Und Kenner wissen längst, dass vom Open-Air-Kino des Rotary Clubs Aachen-Nordkreis die Rede ist.

Zum siebten Mal binnen sechs Jahren bitten die Rotarier vom 17. bis 27. August Filmfans ins Freie, um ihnen „schöne Filme in besonderer Atmosphäre“ zu präsentieren, wie die Präsidentin des Clubs, Sabine Mathieu, das Motto vorgibt.

Zum zweiten Mal ist man dabei zu Gast beim Aachen-Laurensberger Rennverein (ALRV): An elf aufeinanderfolgenden Tagen werden Kinostreifen über eine 24 x 13 Meter große Leinwand im Dressurstadion auf dem CHIO-Gelände in der Soers flimmern. Das Programm ist dabei abwechslungsreich bis anspruchsvoll und orientiert sich nicht an den gängigen Action-Film-Blockbustern. „Wir haben beim Open-Air nicht unbedingt das typische Kinopublikum“, sagt Leo Stürtz, Vorsitzender des Gemeindedienstes des Rotary Clubs.

Der Mann weiß, wovon er spricht. Schließlich ist Stürtz der größte Kinobetreiber in der Region, was sich für die Rotarier bei der Organisation ihres Events ganz gut trifft. Die Filmauswahl beispielsweise überlasse man lieber „den Profis“, sagt Mathieu. Dass mit Guido Lausberg ein Cineplex-Mitarbeiter für die Festival-Organisation quasi ausgeliehen wird, sei „ja auch eine Art Sponsoring und ist für uns eine Glückssituation.“

Apropos Sponsoren: Ohne diese „wären wir höchstens bei einer schwarzen Null“, schätzt Stürtz. „Mit ihnen erzielen wir fünfstellige Erlöse“, rechnet der Kinomacher vor – womit der gute Zweck kräftig in der Gewinnzone landet. Denn alle Erlöse werden von den Rotariern gespendet. „Wir haben schon viele Hilfsprojekte in der Region unterstützt“, sagt Mathieu. Schließlich kommt beim Open-Air-Kino einiges zusammen. 12.000 Euro wurden 2016 eingespielt, sogar 17.000 Euro im Jahr davor.

Und diesmal soll es noch mehr werden. „Wir rechnen mit einem neuen Rekord von 5000 Besuchern“, legt Stürtz die Latte ziemlich hoch. Aber es können sogar noch mehr werden. Jede einzelne der elf Vorstellungen können 800 Besucher sehen. Eine Kino-übliche Grundversorgung mit Getränken und Popcorn ist gewährleistet. Einen Picknickkorb selber mitbringen darf man allerdings nicht. Das sei im Dressurstadion leider nicht gestattet.

Dafür dass an jedem Abend alles reibungslos läuft, sorgen die Rotarier selber. Täglich werden bis zu zehn Helfer benötigt, fast der ganze Club ist an den elf Tagen im Einsatz. „Aber mir ist es auch lieber, wenn ich mit anpacken kann, statt nur das Portemonnaie aufzumachen“, sagt Stürtz. Und deshalb reißt auch schon mal ein Chefarzt die Kinokarten ab.

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