Rotary Club Aachen Land: Jubiläumsbuch geht an die Domsingschule

Von: Lee Beck
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Rotary übergibt das 500.000 Buch in der Domsingschule. Foto: Ralf Roeger
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Rotary übergibt das 500.000 Buch in der Domsingschule. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Aufgeregt halten die Domsingschüler die Bücher in der Hand, manche beginnen aufgeregt zu blättern oder fangen schon an die ersten Zeilen zu lesen. Das Geschenk des Rotary-Projektes „Lesen lernen, leben lernen“ (LLLL) ist bei den Schülern der Aachener Domsingschule offenbar in guten Händen.

Denn im Rahmen dieses Projektes hat nun jede Schülerin und jeder Schüler ein Buch erhalten.

2003 haben Helmut Falter und Monika Schröder anlässlich des 100. Jubiläums der Rotary-Clubs zusammen mit dem Frauen-Club Innerwheel das LLLL-Projekt in Aachen gegründet. Ziel war und ist es, das Leseverständnis und die Begeisterung für unendliche Fantasiewelten bei Schulkindern zu wecken und zu erhalten. In der Domsingschule wurde nun das 500.000 Buch in Deutschland im Rahmen dieses Projekts vom Rotary Club Aachen Land verschenkt.

Die kleine Maren (8), Schülerin der dritten Klasse, hat schon verstanden, wie das genau funktioniert mit dem Lesen. „Man taucht in eine Fantasiewelt ein und fühlt sich, als würde man in der Geschichte mitspielen“, sagt sie, während sie ich neues Buch „Das Schlossgespenst“ von Mira Lobe fest umklammert. Auch Jan weiß schon, dass durch Lesen seine Rechtschreibung besser wird und er sich die Wörter besser einprägen kann.

Rotarier Ulrich Reinartz zeigt einen Brief der kleinen Diana. „Ich fand das Buch sehr schön“, schreibt sie und hat ein selbstgemaltes Bild vom Schlossgespenst aus dem gleichnamigen Buch dazugelegt. „Das Schöne daran ist, dass auch fächerübergreifend mit den Büchern gearbeitet wird. Sie werden nicht nur im Deutschunterricht eingesetzt, sondern auch im Kunst oder Musikunterricht“, sagt der ehemalige Gymnasialdirektor Reinartz.

Lesen mit allen Sinnen

Lesen mit allen Sinnen, das ist das Ziel des Projekts, wie Monika Schröder erklärt. In manchen Schulen hielten die Kinder wirklich ihr erstes eigenes Buch in der Hand. „Deswegen haben wir auf der ersten Seite eine Zeile, wo die Kinder ihren Namen eintragen können“, so Falter. Am Ende steht dann: „Und was liest du jetzt?“, damit die Kinder nicht aufhören, sondern weiter lesen.

Auch District-Governor Walter Maassen weiß, dass die meisten Rotary Clubs die Aktion sehr schätzen. „Ich habe im letzten halben Jahr 76 Clubs in unserem District besucht und keiner war nicht von diesem Projekt begeistert“.

Um LLLL finanzierbar zu machen, hat Falter damals mit den Autoren und Verlagen ausgehandelt, dass sie teilweise oder fast ganz auf ihr Honorar verzichten. So ist es möglich geworden, dass mit 75 Euro oder 85 Euro eine ganze Schulklasse mit Büchern beschenkt werden kann. „Aber wir setzen auch auf Nachhaltigkeit, das soll nicht einmalig sein“, betont er. „Im Idealfall bekommt ein Kind jedes Jahr ein neues Buch.“

Während Helmut Falter vor zehn Jahren noch selbst die Bücher verpackte und versandte, ist das heute nicht mehr möglich. „Wir haben dafür einen eigenen Dienstleister im Saarland“, sagt er. 2003 hätte der Buchhändler niemals gedacht, dass er 2014 auch noch Bücher verschenken würde. Jetzt träumt er aber davon, irgendwann mal das eine millionste Buch zu verschenken. „Das wär schon sehr schön“, sagt er mit einem Lachen.

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