Rot-grüne Verkehrspläne: Nur ein erster Schritt

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Aachen. Als einen ersten Schritt in die richtige Richtung hat jetzt der Vorstand der DGB-Region NRW Süd-West die Entscheidung von Rot-Grün im Aachener Stadtrat bewertet, den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im Stadtzentrum von Aachen für die Benutzer kostenlos anzubieten.

Damit werde endlich die bisher angewandte ausschließliche betriebswirtschaftliche Sichtweise nicht mehr in den Vordergrund gestellt, sondern gesellschaftliche und ökologische Faktoren würden an Bedeutung gewinnen.

Nach Meinung des Vorstandes greift allerdings die geplante Maßnahme trotz der sicherlich guten Absicht zu kurz und dürfte sich im Sinne der Regionalentwicklung als eher kontraproduktiv erweisen. Das Konzept stelle sich bei näherem Hinsehen als strategisch wie räumlich stark ergänzungsbedürftig heraus.

Zum einen fokussiere es sich einseitig auf das Angebot der Aseag und lasse nicht erkennen, wie die weiteren Betreiber von ÖPNV in das Konzept eingebunden werden. Zum anderen seien bislang keine speziellen Kundenzielgruppen, u. a. auch Berufspendler, berücksichtigt, obwohl erfahrungsgemäß die Verweilinteressen der Menschen im Innenstadtbereich sehr unterschiedlich seien. Hinzu komme, dass durch die Beschränkung auf Aachen eine wenig hilfreiche „Insellösung” entstehe.

Der nnerstädtische Lösungsansatz sei ein erstes richtiges und Richtung weisendes Signal, aber weder aus heutiger Sicht noch langfristig geeignet, den Mobilitätsinteressen der in der Stadt Aachen arbeitenden Menschen, der zahlreichen Pendler und der Besucher aus dem Umland gerecht zu werden.

Der DGB-Regionsvorstand hoffe, dass dieser erste begrüßenswerte Schritt auch von den Initiatoren als Basis für eine Entwicklung gesehen wird, die die regionale Umsetzung und Tragfähigkeit als Ziel immer vor Augen hat.
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