Aachen - „Rosenberger Designpreis“ für Heide Dittmann und ihre hölzernen Sitzkörper

„Rosenberger Designpreis“ für Heide Dittmann und ihre hölzernen Sitzkörper

Von: Svenja Pesch
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Überzeugten beim Designpreis: Inka von Becker (2.), Heide Dittmann (1.) und Franziska Erdmann (3.). Dieter Philipp, Dr. Hans Präffke und Franz-Wilhelm Hilgers (hinten von links) gratulierten. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Die Arbeiten von Heide Dittmann sind ungewöhnlich und apart. Und sie sind irgendwie so besonders, dass man minutenlang davor stehen bleibt und sich die „hölzernen Sitzkörper“ der Holzbildhauermeisterin genau und von allen Seiten anschaut.

Mit ihrer empirisch suchenden Vorgehensweise in der Auseinandersetzung mit dem Material Holz hat sie den 1. Platz und 1000 Euro beim „Rosenberg Designpreis 2013“ gewonnen. 18 Absolventen der Akademie für Handwerksdesgin Gut Rosenberg – vom Steinmetz über den Tischler bis zur Modistin – hatten sich mit ihren Abschlussarbeiten um die begehrte Auszeichnung beworben. Es ist das zweite Mal, dass die Akademie, die Handwerkskammer für die Region Aachen und die Aachener Bank den Preis verleihen.

Den 2. Platz belegt Inka von Becker, die vor allem die Körperbezogenheit des Schmucks zu seiner Trägerin in den Vordergrund rückt. Zudem lassen sich die Variationsmöglichkeiten der einzelnen Elemente an die jeweilige Kleidung und Stimmung des Trägers anpassen. Sie erhält genau wie die Drittplatzierte, Franziska Erdmann, 500 Euro. Erdmann zeigt mit ihrem Entwurfsweg „Textil im Raum“ umfangreiche Versuche, wie sich textile Materialien kombinieren lassen.

Das quadratisch unregelmäßige Modul, das durch Drehung und Wendung zu einer Gitterstruktur angeordnet werden kann, wirkt zwar so, als wären ganz verschiedene Teile verwendet worden, ist aber tatsächlich immer mit dem gleichen Teil entstanden. Dieter Philipp, Präsident der Handwerkskammer, lobt vor allem die Gestaltungskraft der Teilnehmer: „Bei den Arbeiten wird die Qualität und die Kreativität deutlich sichtbar. Das soll auch der Öffentlichkeit präsentiert werden.“

Dem kann sich auch Franz-Wilhelm Hilgers nur anschließen. Für den Vorstand der Aachener Bank ist jedes angefertigte Stück ein Kunstwerk und jeder Bewerber könne sich als Sieger fühlen. Auch die Liebe zum Detail und die zum Teil ausgefallenen Ideen findet man hier bei den meisten Arbeiten wieder. So auch bei dem „mobilen Wohnmöbelstück“. Der vielseitigste Kleinwohnwagen mit verschiedenen Klappsystemen bietet Platz für zwei Personen. Ein Beweis für praktische Kunst,.

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