Aachen - Ronald-McDonald-Haus blickt auf 25 Jahre zurück

Ronald-McDonald-Haus blickt auf 25 Jahre zurück

Von: Rauke Xenia Bornefeld
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Freuen sich über 25 Jahre erfolgreiche Arbeit im Dienst der Familien: Vorstand Dr. Micha Wirtz, Leiterin Claudia Berning, Oberbürgermeister Marcel Philipp, Schirmherrin Heike Henkel und Professor Dr. Norbert Wagner vom Uniklinikum. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Man kann von einem nachhaltigen Ereignis sprechen, als vor 25 Jahren die Eröffnung des Aachener Ronald-McDonald-Hauses erfolgte. Im Forum M wurde dieses Jubiläum jetzt gefeiert.

Bis heute ist das „lila Blumenhaus“ an der Vaalser Straße bei den Aachenern bekannt. „Aber hinter die Fassade schauen die wenigsten, weil es ja vor allem für Eltern von Patienten der Kinderklinik des Uniklinikums, die weiter weg wohnen, gedacht ist“, erklärte Oberbürgermeister Marcel Philipp beim Empfang zum Jubiläum. Auch er selbst hatte erst jetzt die Gelegenheit dazu und war beeindruckt: „Besonders vom Konzept, wie dort ehrenamtliches Engagement eingebunden wird. Davon können wir lernen.“ Gleichzeitig versprach er mitzuhelfen, das Ronald-McDonald-Haus sichtbarer werden zu lassen – „über die Fassade hinaus“.

Dass Aachen nach Kiel gleich der zweite deutsche Standort für solch ein „Zuhause auf Zeit“ wurde, ist entscheidend von der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Uniklinikums initiiert worden. Klinikdirektor Professor Dr. Norbert Wagner erläuterte warum: „Bis Anfang der 1970er Jahre wurden in Kinderkliniken vor allem Kinder mit Infektionserkrankungen behandelt. Gleichzeitig hatten Kinder mit Tumorerkrankungen oder Frühgeborene kaum eine Überlebenschance.“

Das habe sich durch die Entwicklung der Medizin zum Glück geändert, habe aber auch die Aufenthaltsdauer der jungen Patienten im Krankenhaus verlängert. Da sei klar geworden: Eltern sollten bei ihren kranken Kindern sein. „Allerdings idealerweise nicht 24 Stunden lang, weil die Eltern auf der Station keine Rückzugsmöglichkeit hätten. Auch für uns ist es eine große Entlastung, wenn die Eltern ausgeruht wieder für das Kind da sein können“, so Norbert Wagner.

Mehr als 5000 Familien kamen in Aachen in den vergangenen 25 Jahren in diesen Vorzug – der längste Aufenthalt ging im vergangenen Jahr über 316 Tage. Ein kleiner Trost in einer schweren Zeit, denn „für Eltern und Geschwister ist die schwere Erkrankung eines Kindes eine immense Belastung“, sagte Dr. Micha Wirtz vom Vorstand der McDonald’s-Kinderhilfe-Stiftung.

Dafür sind Spenden und ehrenamtliches Engagement vor Ort unerlässlich. Jährlich will Claudia Berning, Leiterin des Aachener Hauses, mindestens 100.000 Euro Spendengeld zusammenbekommen. 1040 Euro – den Erlös des diesjährigen Metro-Prinzenbiwaks in Würselen – konnte sie beim Jubiläumsempfang schon einmal verbuchen.

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