Römer bringen den Zeitplan aus den Fugen

Von: Thorsten Karbach
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Die Baustelle geht in die näc
Die Baustelle geht in die nächste Runde: Die Kanalarbeiten der Stawag auf dem Markt konnten wegen archäologischer Funde vor dem Weihnachtsmarkt nicht mehr abgeschlossen werden. Deswegen wurden sie unterbrochen und am Montag der Boden wieder aufgerissen. Karneval wird wohl eine weitere Unterbrechung folgen. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Die alten Römer haben die Pläne der Stawag auf dem Markt nachhaltig durchkreuzt. Deswegen muss vor dem Durchgang zum Katschhof nun wieder aufgerissen werden.

Weil bei der Kanalbaustelle im Herbst von den Archäologen ein 1900 Jahre altes römisches Badebecken zwei Meter unter dem Kopfsteinpflaster entdeckt wurde, fiel der Plan, zwei Kanäle bis zur Eröffnung des Weihnachtsmarktes miteinander verbunden zu haben, ins Wasser. Die Baugrube wurde provisorisch zugeschüttet und geteert. Und wieder geöffnet - seit Montag läuft die Maßnahme weiter. Und ob der Zeitplan diesmal eingehalten werden kann, wird wieder unmittelbar mit den Bauzeugnissen der Römer zusammenhängen.

Neue Funde werden erwartet

„So eine Maßnahme am Markt ist immer mit besonderen Auflagen verbunden, durch die bedeutenden Funde sind wir im letzten Jahr nicht mehr fertig geworden. Nun hoffen wir, diesen Teil der Baustelle bis Karneval beenden zu können”, erklärt Stawag-Sprecherin Corinna Bürgerhausen. Die Hoffnung sei aber nicht allzu groß, auch in diesen Tagen wird Stadtarchäologe Andreas Schaub quasi jede Schaufel Erde, die bewegt wird, kontrollieren. „Wir erwarten auch an dieser Stelle Funde”, erklärt Axel Costard vom Presseamt der Stadt Aachen. Und die würden die Baustelle dann eben wieder aufhalten. „Es wird sich sehr viel von den Grabungen versprochen, das ist uns klar, und wir wissen um die Bedeutung dieser Funde für die Stadt Aachen”, kommentiert Bürgerhausen die Situation.

Es ist davon auszugehen, dass die Marktbaustelle vor Karneval erneut provisorisch verschlossen werden muss. Nach Rosenmontag würde dann ein drittes Mal der Boden aufgerissen. Ohnehin ist dann ein weiterer Bauabschnitt geplant. „Nach Karneval sind sechs weitere Wochen vorgesehen, um die beiden Kanäle zu verbinden”, kündigt Bürgerhausen an. Und: Je länger eine solche Maßnahme dauert, umso teurer wird sie zwangsläufig, auch wenn die Kosten sich nicht pauschal beziffern lassen. Auch hier muss bei der Stawag mit den alten Römern gerechnet werden.
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