Aachen - Rocknacht im Alten Schlachthof: Satte Sounds, tolle Bands, volle Halle

Rocknacht im Alten Schlachthof: Satte Sounds, tolle Bands, volle Halle

Von: Lilian Killmeyer
Letzte Aktualisierung:
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Höhepunkt einer fulminanten Rocknacht-Premiere im Alten Schlachthof: Als der Top-Act „And Then She Came“ auf die Bühne kam, gab es im Publikum kein Halten mehr. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Satte Sounds, fantastische Bands und eine volle Halle: Dass man auch in Aachen im großen Stil rocken kann, hat die Rocknacht im Alten Schlachthof eindeutig bewiesen. In einer riesigen alten Schlachthalle mit industriell-rauem Charme im Norden Aachens standen vier fantastische Bands auf der Bühne.

Headliner war die deutsch-koreanische Rockband „And Then She Came“, die bereits international auf Tour gewesen ist und an diesem Abend ihr Live-Video drehte. Dafür hatten sie eine spektakuläre Show angekündigt. Doch vor ihrem Auftritt sollten weitere populäre lokale Bands dem Publikum schon einmal ordentlich einheizen.

Charismatischer Gesang

Die Schlachthof-Rocknacht eröffnete die junge Alternative-Rockband „Queen’s Revenge“ mit Frontsängerin aus Baesweiler. Der 20-Jährigen hört man ihr Alter jedoch nicht an, ihre Stimme klingt sehr erwachsen, und das begeisterte auch das Publikum. Obwohl die Halle zu Beginn der Nacht noch nicht ganz gefüllt war, legte die erst 2015 gegründete Band eine tolle Performance hin, und mit jedem Lied zog es mehr Zuschauer vor die Bühne – von Jung bis Alt. Nach einigen Songs übergab AZ-Redakteur Robert Esser als Moderator des Abends, der unterhaltsam durchs Programm führte, an „Grey Attack“.

Die Aachener Band war zuletzt mit der japanischen Legende „Loudness“ auf Tour und begeisterte mit kernig-melodiösem Rock und satten Sounds. Die Zuschauer wurden besonders durch den charismatischen Grey Charlez am Mikrofon mitgerissen, und spätestens zu diesem Zeitpunkt stand kaum ein Zuschauer mehr still. Unter viel Applaus übernahm dann das Aachener „Lagerfeuer Trio“. Mit außergewöhnlichen Covern von Klassikern der Popmusik, dreistimmiger Gesangsakrobatik und Stand-Up-Moderation begeisterten sie das Publikum. Die Stimmung war also ausgezeichnet, als der Haupt-Act auf die Bühne kam: „And Then She Came“.

Der Bassist der Band, Frank Stumvoll, kommt aus Aachen und auch Schlagzeuger S.C. Kuschnerus hat kaiserstädtische Wurzeln. Die Formation um Frontsängerin Ji-In Cho legte eine spektakuläre, aufwendige Show auf die Bühne und kaum ein Zuschauer konnte mehr seine Hände unten behalten oder still stehen. Und das, obwohl die Zuschauer unterschiedlicher kaum hätten sein können. Unter Jubelstürmen und mit großer Power performten sie ihr neues Album und heizten dem Publikum ordentlich ein.

Der Musikstil der Formation aus der früheren Band „Krypteria“ lässt sich in keine Schublade stecken. Es ist ihre eigene außergewöhnliche Interpretation von Modern Rock – mit organischen Grooves, Elektro-Elementen, Metal-Riffs und weiblichem Gesang. Die Entscheidung, an diesem Abend ihre Live-DVD zu drehen, war wohl auch mit dem fantastischen Ort begründet: Die alte, morbide Schlachthalle mit ihrem industriellen Flair nebst hochmoderner Licht- und Nebelshow bot die perfekte Atmosphäre für eine würzige Rocknacht. Und als wäre diese gewaltige Show nicht genug gewesen, beglückte mit galaktischem Gitarrengewitter Jen Majura, Gitarristin der berühmten Band „Evanescence“, die Zuschauer für ein Lied.

Die Stimmung war so gigantisch, dass nicht einmal ein Stromausfall gegen Ende das Abends daran etwas ändern konnte – der Moderator und die charmante Frontsängerin überbrückten die kurze Pause, bevor es mit Power weiterging. Unter tosendem Applaus, Jubelstürmen, einem über alle Maßen zufriedenen Publikum und Zugabe-Rufen ging die Rocknacht dann zu Ende.

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