Rocker prügeln sich auf der Automeile

Von: Oliver Schmetz
Letzte Aktualisierung:
Rocker Aachen
Zu einem handfesten Streit zwischen Bandidos und Hells Angels ist es am 5. Oktober in der Neuenhofstraße gekommen.

Aachen. Überraschend kommt die neuerliche Konfrontation nicht – schließlich hat man in Polizeikreisen in den vergangenen Wochen täglich damit gerechnet, dass der Aachener „Rockerkrieg“ zwischen Bandidos und Hells Angels wieder eskaliert.

Montagnachmittag war es dann so weit: Auf der Aachener Automeile in der Neuenhofstraße gerieten Mitglieder der beiden Rockergruppen, die aktuell in Aachen um ihre „Reviere“ kämpfen, handfest aneinander.

Als die Polizei am Tatort eintraf, war der Spuk allerdings schon vorbei. Auf dem Vorplatz eines großen Autohauses fand man nur noch zwei Opfer der Schlägerei vor, die mit Gesichtsverletzungen ins Krankenhaus gebracht werden mussten.

Gesicherte Erkenntnisse hatte die Polizei Montagabend zwar noch nicht, doch gingen die Ermittler davon aus, dass die beiden Männer, die keine charakteristischen Kutten trugen, zu den Turkey Nomads gehören. Diese hatten kürzlich ein Aachener Hells-Angels-„Charter“ gegründet und waren damit in das ursprüngliche Revier der Bandidos eingedrungen, deren lokales „Chapter“ verboten worden war – womit der aktuelle Konflikt seinen Anfang nahm.

Die sieben Täter, die die beiden Männer auf der Automeile attackierten, waren laut Polizei Mitglieder der Bandidos – jedenfalls trugen mehrere von ihnen nach Angaben von Augenzeugen die entsprechenden Kutten. Sie waren ersten Erkenntnissen zufolge um kurz nach 16 Uhr mit mehreren Fahrzeugen vorgefahren und hatten eine Schlägerei angefangen. Schnell machte auch das Gerücht von einer Messerstecherei die Runde, doch laut Polizei kamen bei dem Streit diesmal keine Messer zum Einsatz.

Das war vor vier Wochen noch anders, als es zu einem – vermutlich zufälligen – Aufeinandertreffen von Bandidos und Hells Angels an einer Tankstelle im Ostviertel kam, bei dem drei Personen mit Messerstichen zum Teil schwer verletzt wurden. Die Polizei setzte seinerzeit eine Mordkommission auf den Fall an, warnte vor einer weiteren Eskalation und reagierte mit erhöhter Präsenz auf die Muskelspiele der kriminellen Gangs.

Seitdem blieb es beim fast regelmäßigen öffentlichen „Schaulaufen“ der verfeindeten Rocker – bis die Gewalt Montagnachmittag wieder eskalierte.

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