Robert-Koch-Straße: Es war nicht der erste Mordversuch

Von: Stephan Mohne
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Aachen. Schon die Kriminalpolizisten, die als Erste am Tatort Robert-Koch-Straße waren, mussten schlucken. Ihnen bot sich nach jenem Gewaltverbrechen am 9. Oktober ein schlimmes Bild.

Noch grausiger ist, was die Beamten der Mordkommission im Zuge der Ermittlungen ans Tageslicht förderten. Die beiden 19 und 27 Jahre alten mutmaßlichen Täter, die ihren 51-jährigen Mitbewohner fast umbrachten, hatten nämlich offenbar nicht zum ersten Mal versucht, das Opfer zu töten.

Bereits einige Tage zuvor sollen die beiden jungen Männer versucht haben, einen Mordplan in die Tat umzusetzen. Entsprechende Informationen unserer Zeitung bestätigte am Mittwoch Jost Schützeberg, Sprecher der Staatsanwaltschaft. Weil einer der Männer Geldschulden bei dem 51-Jährigen hatte, war den Ermittlungen zufolge geplant, ihn mit Tabletten zu vergiften.

Doch dieser Plan schlug fehl. Beim nächsten Mordversuch wollten die Täter dann auf „Nummer sicher” gehen. Einer von ihnen soll das Opfer festgehalten, der andere dem Mitbewohner brutal den Hals aufgeschnitten haben. Die Folge war ein enormer Blutverlust. Es kommt wohl einem Wunder gleich, dass das Opfer noch lebensgefährlich verletzt aus dem Haus flüchten und bis zum nächsten Wohnblock gelangen konnte, wo ein Mitarbeiter einer Obdachloseneinrichtung Erste Hilfe leistete, bis Notarzt und Rettungswagen vor Ort waren.

Der 19- und der 27-Jährige sollen dem Opfer dann noch Geld gestohlen und sein Auto geraubt haben. Der Ältere stellte sich am nächsten Tag in Hannover und behauptete, die Tat alleine begangen zu haben. Doch die Spur führte schnell auch zu dem jüngeren Mann. beide, so Schützeberg, hätten den grauenvollen Mordplan mittlerweile gestanden.

Der 51-Jährige konnte im Krankenhaus stabilisiert werden. Er sei mittlerweile auf dem Weg der Besserung, so Schützeberg.
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