Aachen - Roadshow: RWTH Campus geht auf Tour

Roadshow: RWTH Campus geht auf Tour

Von: Kathrin Albrecht
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Auftakt nach Maß: (v.l.) OB Marcel Philipp, Campus-Geschäftsführer Professor Günther Schuh, RWTH-Kanzler Manfred Nettekoven, Städteregionsrat Helmut Etschenberg und Ministerpräsident Karl-Heinz Lambertz geben in Sachen Forschung und Industrie Gas. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Es ist schon ein gigantisches Projekt, das da im Westen Aachens entsteht. Auf einem Areal von etwa 2,5 Quadratkilometern entsteht einer der größten technologieorientierten Campusbereiche Europas. 19 sogenannte Forschungscluster soll er beherbergen, 10.000 Arbeitsplätze will man schaffen. Die RWTH will sich damit zu einer der führenden technischen Unis in der Welt entwickeln – und Wissenschaft und Wirtschaft eng verzahnen.

Um diese Zusammenarbeit auf den Weg zu bringen, will die RWTH Campus GmbH in den nächsten rund zwei Jahren das Projekt bei einer Roadshow vorstellen, die unter anderem auch in Düsseldorf und Brüssel Station macht. Doch nicht nur international operierende Konzerne, sondern auch gerade in der Region ansässige Unternehmen will man ins Boot holen. So fand die Auftaktveranstaltung der Campus-Roadshow jetzt im Herzen des Areals, im Eon Research Center der RWTH, statt.

Rund 160 Vertreter regionaler Unternehmen und Kommunen, darunter die Bürgermeister der Städteregion und Karl-Heinz Lambertz, Ministerpräsident der deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien, waren gekommen, um die verschiedenen Kooperationsmöglichkeiten kennenzulernen, die das Campus-Projekt bietet. Sie wurden von Oberbürgermeister Marcel Philipp und Städteregionsrat Helmut Etschenberg, die als Schirmherren der Roadshow das Projekt in Stadt und Städteregion unterstützen, begrüßt.

Die Roadshow sei eine Einladung, die „Distanz im Kopf“ abzubauen und die „Möglichkeit einer Zusammenarbeit“ anzupacken, so Etschenberg. „Lassen Sie sich Informieren und inspirieren“, lud Philipp die Anwesenden ein.

Professor Günther Schuh, Geschäftsführer der RWTH Aachen Campus GmbH, veranschaulichte in seiner Einführung, dass Aachen im Hinblick auf eine Kooperation zwischen Industrie und Forschung viel zu bieten habe. Die RWTH sei die führende technischen Hochschule Deutschlands. Kein anderer Hochschulstandort werbe so viele Drittmittel ein, 321 Millionen waren es voriges Jahr.

Auch die in Aachen angesiedelten 22 Großinstitute könne sonst keine andere Uni vorweisen. Vor allem im Bereich Entwicklung und Forschung sowie in der Aus- und Weiterbildung böten sich viele Kooperationsmöglichkeiten zwischen Wissenschaft und Industrie. Sechs der angestrebten 19 Forschungscluster haben ihre Arbeit bereits aufgenommen. Dazu zählen die Bereiche Logistik, Integrative Produktionstechnik, Schwerlastantriebstechnick, Optische Technologien, Energietechnik und Bio-Medizintechnik. Sie wurden durch die jeweiligen Clusterleiter und Forschungspartner aus der Industrie im Einzelnen vorgestellt.

AZ-Redakteur Robert Esser moderierte die Roadshow. Denn hier tut sich bereits viel, neben der Entwicklung des Streetscooters im Bereich Integrative Produktionstechnik weisen die Bereiche Optische Technologien mit ihren Projekt „Digital Photonic Production“, bei der Licht als Werkzeug zur Herstellung gebrauchsfertiger Produkte eingesetzt wird, und Energietechnik mit ihrem Projekt „Elektrische Netze der Zukunft“ zwei vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ausgezeichnete und geförderte Forschungsprojekte vor. Den Nutzen einer Kooperation zwischen Hochschule und Industrie brachte wohl Tim Hammer, Geschäftsführer des Aachener Logistik-Unternehmens Hammer Logistics am besten auf den Punkt.

Als mittelständisches Unternehmen sei es unmöglich, eine große Forschungsabteilung allein aufzubauen. Auf diesem Gebiet sei die Zusammenarbeit mit der RWTH unschätzbar. „Wir sind froh, dass das Treffen mit der RWTH damals zustande kam.“ Wem das noch nicht genug Information und Inspiration war, konnte beim anschließenden „Get Together“ weitere Eindrücke gewinnen und persönliche Kontakte knüpfen.

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