Kornelimünster/Walheim - „Ritter“ Büchel kämpfte auch gegen Rechts

„Ritter“ Büchel kämpfte auch gegen Rechts

Von: Günther Sander
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Abschied und Anfang: Ex-Bezirksbürgermeister Eberhard Büchel (links) wurde jetzt offiziell verabschiedet – unter anderem von seinem Nachfolger und CDU-Parteifreund jakob von Thenen. Foto: Kurt Bauer

Kornelimünster/Walheim. „Wenn der Bürgermeister seine Pflicht tut, werden kaum vier da sein, die ihn mögen!“ Dieses Zitat von Martin Luther hatte der stellvertretende Bezirksbürgermeister Ladislaus Hoffner (SPD) als Motto für seine Laudatio zum Abschied für den bis zur Kommunalwahl im Mai amtierenden Bezirksbürgermeister Eberhard Büchel (CDU) auserkoren.

Zur Abschiedsfete, aufgelockert mit einem bunten Programm aus Musik, Tanz und Gesang, waren zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung und Vereinen in die Aula des Inda-Gymnasiums gekommen, um die Verdienste von Eberard Büchel zu würdigen und ihm für sein unermüdliches Engagement zum Wohle des Stadtbezirks Dank zu sagen. Moderator Michael Hamacher führte schlagfertig und gekonnt durch das Programm.

Für den neuen Bezirksbürgermeister und Büchels Parteifreund Jakob von Thenen war es eine besondere Ehre, die „Hauptperson“, seinen Vorgänger Eberhard Büchel, an diesem Abend mit seiner Gattin begrüßen zu können. „Lieber Eberhard, viele Gäste sind heute hier, um Dir als langjährigen Weggefährten zum Abschied herzlich ein Dankeschön zu sagen“, so von Thenen.

Dank sagte auch Bürgermeisterin Dr. Margrethe Schmeer, die OB Marcel Philipp vertrat. Viele Jahre habe sie mit Eberhard Büchel im Rat zusammenarbeiten können. „Dir war es stets ein Anliegen, Jung und Alt zusammenzuführen. Das ist Dir auch gelungen“, lobte die Bürgermeisterin.

„Nun zu Dir, lieber Eberhard. Als man mich bat, als Vertreter der Bezirksvertretung diese Laudatio auch Dich zu halten, hat meine rote Politikerseele jubiliert“, begann Ladislaus Hoffner. Er habe sich gedacht, wie man im Südraum so sage: „Jetzt kriegt er se noch ens so richtig!“ Hoffner erwähnte, dass man in der Kommunalpolitik dicke und harte Bretter bohren müsse. Dazu bedürfe es Leidenschaft und auch Augenmaß.

Gerade für einen politischen Repräsentanten gelte das Sprichwort: „Allen Menschen Recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.“ Eberhard Büchel habe alles gegeben. Da, wo es nicht gelungen sei, sei man ihm auch nicht böse gewesen. „Du warst immer Ansprechpartner für Bürger und Vereine des Stadtbezirks. Für diese ehrenamtliche Tätigkeit möchte ich Dir heute danken.“

Ladislaus Hoffner umriss die Stationen Büchels von der Jungen Union über Bezirksvertretung und Rat. In Walheim gebe es keinen Verein, in dem er nicht Mitglied sei. In der Interessengemeinschaft der Vereine von Walheim, Hahn und Friesenrath sowie im Förderverein Jakob-Büchel-Haus habe er den Vorsitz inne. Die französischen Freunde der Confrérie Cassine de Chevaliers de Saint-Jaques de Montebourg hätten Büchel sogar zum Ritter ernannt.

Als Ansprechpartner für Bürger und Vereine habe er bei der Lösung kleiner und großer Probleme oft unbürokratisch und schnell geholfen. Dabei sei er selbst aktiv geworden, so auch im Kampf gegen Rechtsextremismus. Als Abschiedsgeschenk überreichte der Laudator ein Bild. Übrigens habe die Abschiedsfete die Stadt keinen Cent gekostet, Sponsoren hätten sie ermöglicht, wie nicht unerwähnt blieb.

Eberhard Büchel bedankte sich bei allen, die ihm einen großen Abschiedsabend ermöglicht haben. Er sei gerührt, wie viele alte Freunde und Weggefährten gekommen seien. Für ihn sei die „politische Zeit“ eine schöne gewesen, diesen Job habe er gerne gemacht.

Das bunte Programm bestritten die Jugend der Walheimer Big Band (Leitung Oliver Lutter), die große Formation (Leitung Walter Hennecken), die Tanzgruppe Friesenrath, die „Lennetgirls“, zwei Tanzmariechen, Community-Dancers. Grußworte kamen von Gerd Schnuch (Jumelage Comitee Walheim/Montebourg und Franz-Josef Jansen (Vorsitzender Werbegemeinschaft Walheim). Die Veranstaltung wurde von der IG Walheim mitgestaltet und unterstützt.

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