Haaren - Risse im Kanal machen Großbaustelle unumgänglich

Risse im Kanal machen Großbaustelle unumgänglich

Von: Kathrin Albrecht
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Bürger-Infos zur Baumaßnahme Alt-Haarener-Straße: Experten klärten die Anwohner über die kommenden Maßnahmen auf. Foto: Andreas Schmitter

Haaren. Was passiert mit dem Verkehr auf der Alt-Haarener Straße, wenn anderthalb Jahre lang der Kanal saniert wird? Diese Frage trieb viele Anwohner und Bewohner der Zufahrten an Haarens Hauptverkehrsader um. Groß war daher das Interesse bei der Informationsveranstaltung der Stawag zur bevorstehenden Baumaßnahme an der Hauptverkehrsader des Stadtteils.

Rudolf Roß, Geschäftsführer und Bereichsleiter Netservice der Stawag, hatte die verantwortlichen Ansprechpartner für die Großbaustelle mitgebracht. Auch Regina Poth, Abteilungsleiterin Straßenbau der Stadt Aachen, war gekommen.

Im Zuge der Sanierungsarbeiten könne jetzt gemeinsam überlegt werden, wie die Alt-Haarener Straße ausgebaut werden solle, erklärte sie und kündigte eine entsprechende Bürgerinfo für September/Oktober an. Bezirksbürgermeister Ferdinand Corsten warb zu Beginn um Verständnis für die Baumaßnahme, die dringend nötig sei, wenn die Versorgung mit Wasser, Gas und Abwasser langfristig gut funktionieren solle.

Im Anschluss demonstrierte Projektleiter Dirk Müller, wie der „in die Jahre gekommener“ Kanal unter der Straße aussieht. Risse ziehen sich durch das Rohr, teilweise sind Stücke herausgebrochen. Bereits seit 2010 plane die Stawag die Sanierung, habe aber aufgrund der noch laufenden Baumaßnahmen am Autobahnkreuz Würselen von der Stadt bislang keine Genehmigung erhalten.

Erst zu Beginn dieses Jahres sei kurzfristig eine Zusage gekommen – mit der Auflage, Ende des Jahres 2015, spätestens zu Beginn des Jahres 2016 die Baumaßnahme zu beenden. Um den sportlichen Zeitrahmen einzuhalten und dabei die Verkehrsbelastung für die Anwohner und benachbarten Zufahrtsstraßen so gering wie möglich zu halten, plant die Stawag die Sanierung der Kilometer langen Strecke in drei Bauabschnitten.

Die Bauarbeiten am ersten Abschnitt, von der Friedensstraße bis zur Bogenstraße, beginnen am 28. Juli und sollen bis November dieses Jahres abgeschlossen sein. Der Verkehr wird in dieser Zeit stadtauswärts über die Bogenstraße geleitet, stadteinwärts läuft er einspurig über die Alt-Haarener Straße weiter. Pendler sollen frühzeitig per Beschilderung an auf die Baustelle aufmerksam gemacht werden.

Beim zweiten Bauabschnitt, der ab November begonnen werden und ein halbes Jahr dauern soll, wird der stadtauswärts laufende Verkehr über die Alt-Haarener Straße geleitet, stadtauswärts soll der Verkehr über die Würselener Straße gelenkt werden, die dafür vorübergehend zur Einbahnstraße wird.

Sorgen bereitete den Anwohnern vor allem der Schwerlastverkehr. Was passiert, wenn sich Sattelschlepper durch die Nadelöhre Bogenstraße und Würselener Straße zwängen müssen? „Wenn da einer steckenbleibt, ist Chaos“, kommentierte ein Anwohner, selbst Lkw-Fahrer. Roß und Müller versuchten zu beschwichtigen, man habe die Umleitungen mit Gelenkbussen der Aseag getestet.

Indes blieben die meisten Besucher skeptisch. Zumindest beim anliegenden Edeka-Markt wolle man dafür sorgen, dass die Zulieferer sich nicht durch die Umleitungen quälen, sagte Marktleiterin Marlene Huppertz den Teilnehmern zu. Für Stirnrunzeln sorgte auch die geplante Ampellösung im dritten Bauabschnitt. Dort bietet sich keine Umleitungsmöglichkeit an.

„Diese Baustelle ist letztlich für uns, auch wenn wir manchmal schimpfen müssen. Wir müssen positiv nach vorne schauen und hoffen, dass die Sanierung und der anschließende Ausbau gut vorankommen“, ergriff Ferdinand Corsten zum Abschluss noch einmal das Wort – und stellte für alle Anwohner ein Baustellenfest in Aussicht, wenn alles vorbei ist.

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