Richtung Lemiers und Orsbach kapitulieren die Busse

Von: mh
Letzte Aktualisierung:
busse schnee
Dieser Bus kommt in Aachen noch gut voran, in der Eifel stehen mittlerweile alle Busse still. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Auf Schnee und Eis arg gebeutelt - so könnte die aktuelle „Übersetzung” für Aseag dieser Tage auch lauten. Manchem Buskunden ist spätestens am Dienstag neben dem rechten Überblick allerdings auch der Humor abhanden gekommen.

Wegen des anhaltenden Winterwetters hakte es bereits am Vormittag mächtig im ÖPNV-Fahrplan. Und so mehrten sich auch die kritischen Stimmen, die den AVV-Admiralen vorwarfen, die roten Riesen seien nicht hinreichend für die Tücken der Temperaturstürze gerüstet.

Aseag-Sprecherin Anne Linden weist dies allerdings mit Nachdruck zurück. „Wir haben derzeit nun einmal extreme Bedingungen. Dennoch haben wir bis auf ein paar kleinere Blechschäden bislang keine Unfälle verzeichnet.”

Schlichtweg falsch sei die Behauptung vieler Kritiker, die Aseag sei aus Kostengründen selbst bei dieser Witterung mit Sommerreifen unterwegs. Linden: „Unsere Fahrzeuge sind mit sogenannten Matsch- und Schneereifen ausgerüstet. Wir legen sehr großen Wert auf eine adäquate Bereifung. Die Profiltiefe liegt bei sechs Millimetern.”

Die Straßenverkehrsordnung schreibe seit 2006 eine Mindesttiefe von lediglich vier Millimetern für Busse vor. Und selbst der Wirtschaftsverband der deutschen Kautschuk-Industrie empfehle diese Norm.

Gleichwohl müsse die Aseag der aktuellen Situation in Sachen Fahrbahn und -plan Tribut zollen. Bereits am Montag Vormittag kam es laut Linden zu Verspätungen von „durchschnittlich” rund 15 Minuten. An manchen Orten ging nichts mehr. Am Morgen kamen die Busse zum Beispiel bis Kornelimünster nicht mehr durch, am späten Vormittag war das Indestädtchen aber wieder erreichbar.

Längerfristig kapitulierten die Großgefährte an den Steigungen Richtung Orsbach und Lemiers. Zwischen Schleckheim und Nütheim kam es zu erheblichen Problemen, weil dort ein Lkw querstand. Vorsorglich, so Linden, habe man denn auch zahlreiche Gelenkbusse erst einmal im Depot stehen lassen; sie wurden am Dienstag nur noch im Innenstadtbereich eingesetzt.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert