Richtericher Hofstaat sammelt für die Klinik-Clowns

Von: Martina Stöhr
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Prinz Daniel I. von Richterich und die Klinikclowns: Clown Loretta (Annemie Missinne, links daneben) und Uli Opdenberg (rechts) freuten sich mit dem Narrenherrscher. Foto: Heike Lachmann

Aachen. „Wir lieben unsere Arbeit“, sagt Klinik-Clown Loretta und himmelt den Richtericher Prinzen Daniel I. dabei mit einem gekonnten Augenaufschlag an. Dass Loretta und ihre Kollegen am Krankenbett wichtige Arbeit leisten, davon sind die Richtericher Karnevalisten überzeugt.

Und deshalb bedachten sie die Klinik-Clowns jetzt mit einer Spende von 1911,11 Euro. „Wir haben einen Pin kreiert, denn wir dann verkauft haben“, erzählt Tobias Hackethal, Öcher Schängche im Hofstaat des Prinzen.

Und offensichtlich fand der kleine Pin mit der nachgebildeten Narrenkappe reißenden Absatz. „Wir mussten schon im Januar welche nachkaufen“, erzählt Hackethal. Und viele hätten sich beim Bezahlen ausgesprochen großzügig gezeigt.

Momente ohne Zeit

Das freut natürlich auch den Verein, der die Klinik-Clowns managt. Denn deren Arbeit muss bezahlt werden. Bislang geht Loretta einmal pro Woche ins Klinikum, aber laut Heidi Wohlhüter, zweite Vorsitzende der Klinik-Clowns Aachen, werden derzeit weitere Clowns ausgebildet, um das Angebot zu erweitern. „Die Clowns gehen auf die Stationen, die am wenigsten haben“, sagt sie. Sie besprechen sich mit den Krankenschwestern und bereiten sich so auf die Patienten vor. „Es geht nicht nur darum, Spaß zu machen“, sagt Wohlhüter. „Die Patienten sollen sich lebendig fühlen und mit dem Clown einen Moment ohne Zeit und ohne Krankheit erleben“, fährt sie fort.

Das Konzept kommt offensichtlich so gut an, dass es jetzt noch einen zweiten Clowns-Tag am Uni-Klinikum geben soll. „Zwei Clowns kosten 30.000 Euro im Jahr“, sagt Wohlhüter. Und dieses Geld muss der Verein erst einmal aufbringen. Daniel I. und sein Hofstaat freuten sich ihrerseits, dass sie dabei helfen konnten.

Von den karnevalistischen Pins sind dem Hofstaat nur sehr wenige geblieben. Hackethal hat seinen sozusagen „vom Revers weg“ verkauft. Und Uli Opdenberg, erster Vorsitzender der Klinik-Clowns, wurde im Zuge der neuen Freundschaft fast selbst zum Karnevalisten. Er zeigte sich bei der Spendenübergabe beeindruckt davon, „wie viel die Karnevalisten für Richterich tun“.

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