Richtericher Dell: Erster Bauabschnitt wird geplant

Von: os
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Das geplante Wohngebiet links und rechts der Horbacher Straße am Ortsausgang von Richterich. Im ersten Bauabschnitt wird entlang des Vetschauer Weges gebaut.

Richterich. Es ist eines der größten Aachener Wohnungsbauvorhaben der jüngeren Vergangenheit: Am nördlichen Ortsrand von Richterich sollen auf einer Fläche von 37 Hektar – das sind mehr als 50 Fußballfelder – rund 900 Wohneinheiten entstehen. Dem Stadtteil würde dies letztlich bis zu 3000 Neubürger bescheren – was mit ein Grund dafür ist, weswegen das Projekt in Richterich sorgenvoll und intensiv diskutiert worden ist.

Doch nach jahrelangen Debatten wird die Planung für den ersten Bauabschnitt nun konkret, und auch die erste Phase der Bürgerbeteiligung beginnt. Überplant wird zunächst ein Areal westlich der Horbacher Straße und nördlich des Vetschauer Wegs, auf dem 188 Wohneinheiten entstehen sollen. Das Architektur- und Stadtplanungsbüro Spengler Wiescholek aus Hamburg hat dafür das städtebauliche Konzept von 2005 überarbeitet: Entlang der Horbacher Straße ist nun eine verdichtete dreigeschossige Bebauung vorgesehen, die aus Mehrfamilienhäusern besteht. Auch ist dort ein Marktplatz mit Ladenzeile geplant. Zum Vetschauer Weg und den dortigen Anwohnern hin will man die Bebauung offener und zweigeschossig gestalten.

Generell soll ein bunter Mix aus Wohnungs- und Haustypen geschaffen werden. Knapp die Hälfte der ersten 188 Einheiten soll in Mehrfamilienhäusern entstehen. Bei den Häusern sind freistehende Einfamilienhäuser, diverse Doppelhaustypen, Reihenhäuser und Winkelhofhäuser vorgesehen. Grundsätzlich sieht das Konzept vor, dass sich je 30 bis 45 Wohneinheiten um Innenhöfe gruppieren und sich so kleinteilige Nachbarschaften bilden. Die Gebäude sollen konsequent südwärts ausgerichtet werden, um eine gegenseitige Verschattung zu vermeiden – was dem ökologischen Anspruch des Projekts gerecht werden soll. Schließlich steht das Ganze unter dem Motto „Klimaschutz und Lebensqualität“, weswegen man zum Beispiel an Solargewinnfassaden, an ein ambitioniertes Wassersystem und große Grünflächen denkt. Für Gertrude Helm, Abteilungsleiterin Stadterneuerung und Stadtgestaltung, ist dies ein Vorteil auch für die Alt-Richtericher. „Vor 25 Jahren war da schließlich noch ein riesiges Industriegebiet geplant.“

Ohnehin versuchen die Planer, die Sorgen der Anwohner zu zerstreuen. Ohne die Neubürger drohe der Stadtteil auf lange Sicht zu überaltern, führen sie an. Und von der neuen Infrastruktur profitierten alle. Überdies werde der Baustellenverkehr nicht durch den Ort geführt. Bevor es so weit ist, vergeht indes noch einige Zeit. Ende 2014 dürfte das Bebauungsplanverfahren für den ersten Abschnitt abgeschlossen sein, wohl erst 2016 dürften die ersten Grundstücke verkauft werden. Dann soll es aber schnell gehen. „Ich glaube, dass wir in der Vermarktung überhaupt kein Problem haben werden“, sagt Baudezernentin Gisela Nacken.

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