Richterich: Tennisplätze weichen Häusern für Familien

Von: mh
Letzte Aktualisierung:
Platz für bis zu 14 Einfamili
Platz für bis zu 14 Einfamilienhäuser: Die Tennishallen an der Grünenthaler Straße sind bereits größtenteils abgerissen. Foto: Andreas Steindl

Richterich. Fliegende Filzbälle sind an der Grünenthaler Straße in Richterich schon seit geraumer Zeit nicht mehr gesichtet worden. Dafür reifen jetzt hoch fliegende Siedlungspläne für das 16.000 Quadratmeter umfassende Sportareal hinter der Peter-Schwarzenberg-Halle; und die Grünenthaler Straße soll ihrem Namen künftig dennoch mehr Ehre machen als bislang.

Vor kurzem sind diverse Hallen, in denen bis dato vor allem Tennis und Badminton gespielt wurde, abgerissen worden, die Sportplätze sind verwaist. Der Besitzer des Areals, das die ehemals unabhängige Gemeinde 1971 veräußerte, will voraussichtlich im kommenden Frühjahr mit dem Bau von bis zu 14 Einfamilienhäusern beginnen.

„Im Prinzip stehen auch die Fraktionen in der Bezirksvertretung dem Ansinnen positiv gegenüber”, erklärt Bezirksbürgermeisterin Marlis Köhne (CDU). Ein sogenannter Aufstellungsbeschluss sei daher bereits einvernehmlich auf den Weg gebracht worden. „Allerdings muss sichergestellt sein, dass ein großer Teil des Areals als unbebaute, grüne Fläche erhalten bleibt.” Zudem müsse die Wohnbebauung in ausreichendem Abstand zum benachbarten Sportgelände Kaletzbenden konzipiert und der Lärmschutz gewährleistet sein, betont auch Horst Werner, Sprecher der SPD-Fraktion. Von daher könne es sein, „dass die Zahl der Häuser am Ende doch etwas geringer ausfällt”.

Die beiden zentralen Forderungen, versichert Architekt Michael Sommer, Inhaber der Fläche, seien allerdings problemlos zu erfüllen. „Ich gehe davon aus, dass dort später sogar mehr als weniger Grünfläche zur Verfügung stehen wird.” Eine Änderung des Bebauungsplans sei ohnedies nicht erforderlich, bestätigte Axel Costard vom städtischen Pressebüro am Montag.

Insgesamt sollten über 10.000 Quadratmeter als Luftschneise erhalten bleiben, wo vordem nicht weniger als zwölf Tennisplätze auf die Sportler warteten - wobei die Auslastung seit einiger Zeit dürftig gewesen sei. „Es kamen einfach immer weniger Spieler”, sagt Sommer. Die Unterhaltungs- und Betriebskosten seien dagegen von Jahr zu Jahr gestiegen. „Noch liegt die Baugenehmigung nicht vor, aber wir hoffen, dass wir im kommenden Frühjahr mit der Errichtung der ersten vier Objekte beginnen können”, so Sommer. Nach und nach sollen dann auf rund 6000 Quadratmetern Doppelhaushälften mit einer voraussichtlichen Wohnfläche von rund 170 Quadratmetern entstehen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert