Aachen - Richterich siegt im Elfmeter-Krimi

Richterich siegt im Elfmeter-Krimi

Von: André Schaefer
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Jubel: Nach dem 2:0 für Richt
Jubel: Nach dem 2:0 für Richterich gratulieren die Mannschaftskollegen Andreas Puzicha (4.v.r.). Am Ende wurde es aber knapp. Foto: Kurt Bauer

Aachen. Am Ende musste Gökhan Demirci kräftig durchpusten. „Das war knapp”, sagte der Richtericher Trainer. In der Tat: Einen knapperen Sieg als den im Elfmeterschießen gibt es eben nicht. Am Ende hatte die Rhenania vom Punkt aus das glücklichere Händchen als die Borussia aus Brand und zog mit einem 6:5-Sieg ins Finale der 26. Aachener Fußball-Stadtmeisterschaft ein.

Dass die Zuschauer an der Vaalser Straße am Dienstagabend beim ersten Halbfinale überhaupt noch in den Genuss eines Elfmeterschießens kommen durften, hatte in der Halbzeitpause niemand gedacht. Warum auch? Der neu formierte Landesliga-Absteiger aus Richterich hatte alles im Griff. Spielend leicht lief der Ball durch die eigenen Reihen, die Borussia wurde tief in die eigene Hälfte gedrängt.

Arslans Treffer zur 1:0 Führung für Richterich war in der 22. Minute nur die logische Konsequenz einer überzeugenden Vorstellung. „Uns fehlte im ersten Durchgang ganz einfach der Mut. Das war zu wenig”, sagte Borussias Trainer Mike Zimmermann nach der Partie. Mit 0:2 ging seine Elf in die Pause, weil Richterich durch Kapitän Andreas Puzicha die Führung in der 29. Minute ausbaute.

Der ein oder andere Zuschauer hatte die Brander nicht mehr auf der Rechnung, da ertönte drei Minuten nach dem Wechsel der Pfiff des Unparteiischen - zurecht: Denn Vitali Wagner wurde unfair im Strafraum gelegt, David Schaffranek verwandelte sicher und plötzlich stand es nur noch 2:1 für die Rhenania. Aus völlig unerklärlichem Grund wurde Richterich nervös, die Begegnung kippte. Nach mehr als einer Stunde hielt es Mike Zimmermann nicht mehr länger an der Linie und so schnürte sich der Coach selbst die Schuhe. „Ich wollte für mehr Druck nach vorne sorgen. Meine Einwechslung war mit dem Team abgesprochen”, verriet er.

Sein Schachzug fruchtete. In der 81. Minute gab es dem viel umjubelte Ausgleichstreffer, Timo Bechmann traf zum 2:2. „Unser dicker Pluspunkt ist unsere Kondition. Hätte es eine Verlängerung gegeben, so hätten wir sehr gute Chancen auf den Sieg gehabt”, meinte Zimmermann.

Doch es ging direkt ins Elfmeterschießen über, in dem Richterich die stärkeren Nerven hatte. „Wir freuen uns jetzt sehr auf das Finale”, sagte ein erleichterter Demirci. Auf sein Team wartet am Samstag der Sieger des brisanten Eilendorfer Derbys, der heute zwischen SV Eilendorf und Arminia Eilendorf ausgespielt wird.

Am Mittwoch Halbfinale zwischen SV und Arminia Eilendorf

Heute um 19 Uhr beginnt das zweite Halbfinale. Auf dem Sportplatz der Westwacht Ecke Vaalser Straße/Halifaxring stehen sich Arminia Eilendorf und SV Eilendorf gegenüber. Das Spiel geht über zwei Mal 45 Minuten.

Das Spiel um Platz 3 beginnt am Samstag, 6. August, um 14.30 Uhr. Das Endspiel wird dann um 17 Uhr angepfiffen.

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