Richie Arndt: Gutes Stück amerikanische Eisenbahnromantik

Von: Laura Knops
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Eine ganz persönliche Geschichtensammlung: Richie Arndt stellte sein sechstes Album namens „Train Stories“ vor, das Musik und Lesung vereint. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Einsame Herumtreiber, verwegene Hobos und ganz viel Eisenbahn – „Train Stories“ heißt das neue Album von Richie Arndt, das Musik und Hörbuch vereint. Seit 30 Jahren steht der Gitarrist und Sänger aus Bielefeld auf der Bühne und hat schon früh seine Liebe zu Blues und Jazz entdeckt. Zum ersten Mal versucht sich Arndt auf seinem Album nun auch als Autor und Erzähler.

Mit seinen bewegenden Stücken und Geschichten rund um den Blues faszinierte er sein Publikum bei einer musikalischen Lesung in den Kurparkterassen. Gleich einem Landstreicher aus einem seiner Lieder, zog Richie Arndt mit seinen Begleitern durch den Abend.

Auch wenn die Plätze nicht voll besetzt waren, kamen einige Zuschauer, um den vielfach ausgezeichneten Musiker live zu sehen. Ob Rory Gallagher, Elvis Preslesy oder die Beatles – sie alle haben legendäre „Train-Songs“ geschrieben. Zusammen mit seinen Kompositionen vereint, ergibt dies ein ganz besonderes Hörerlebnis, nicht nur für eingefleischte Bluesliebhaber.

Musik mit Musikgeschichte verbinden und das ganz unaufgeregt – zwischen Liedern wie „500 Miles“ von Hedy West und „Marrakesh Express“ von Graham Nash, erfuhren die Zuhörer wie zufällig kleine und große Geschichten rund um die Eisenbahn. Die amerikanische Eisenbahnromantik hat es ihm angetan. Warum nicht die deutsche, fragt man sich? „Weil nirgendwo wie in Amerika, Land und Leute so geprägt wurden von dem Ungetüm auf Schienen“, erklärt Arndt dann.

Sein sechstes Album ist etwas Besonderes, eine ganz persönliche Geschichtensammlung, entstanden in jahrelanger Recherche. Arndt unternimmt dabei spannende Ausflüge in die Vergangenheit der Lokomotiven und Züge. Sowohl bekannte Anekdoten wie der Siegeszug der Jeans, als auch eigene Geschichten und Erfahrungen des Bluesmusikers sind Teil seines Programms.

Eigene Train-Erfahrungen hat er auch schon, weitere sollen folgen. Dann auch endlich in Amerika, dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten, dem Land seiner Träume. „Allerdings nur in den Herbstferien und wenn ich die ein oder andere CD noch verkaufe“, erzählt Arndt lachend, denn hauptberuflich ist er Lehrer für Deutsch und Musik.

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