Aachen - Rheumaklinik: Aachener investieren rund 50 Millionen Euro

Rheumaklinik: Aachener investieren rund 50 Millionen Euro

Von: Oliver Schmetz
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Blick auf das künftige „Karlspalais“: So wollen die neuen Besitzer die Rheumaklinik nennen, wenn sie dort für rund 50 Millionen Euro bis zu 15 000 Quadratmeter Fläche für „hochwertigstes Wohnen“ geschaffen haben – inklusive Thermalbad und Wellnessoase. Foto: Michael Jaspers
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Der „Papiermühlenweg“ ist auch als Straßenname wieder aktiviert worden. Hier liegen zu Wohnungen und großzügigen Büroräumen umgebaute Fabrikgebäude. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Hohe Decken, denkmalgeschützte Fassaden, ausladende Terrassen und Balkone, Wohnungen von mehr als 300 Quadratmetern Größe und dazu noch ein privates Thermalbad nebst Wellnessoase im Haus – es klingt nach nahezu königlichem Wohnen, was Ilker Simons und Martin Wibelitz am Standort der Rheumaklinik planen.

Die beiden Aachener Investoren haben das 101 Jahre alte denkmalgeschützte Gebäude im Herzen Burtscheids nebst Anbau in der Altdorfstraße Ende vergangenen Jahres von der Marienhaus GmbH gekauft, die in Aachen unter anderem die Rheumaklinik und das benachbarte Schwertbad betreibt.

15.000 Quadratmeter Wohnfläche

Und aus dem früheren Landesbad, das über eine eigene Thermalquelle verfügt, wollen sie nun das „Karlspalais“ machen, einen Raum für „hochwertigstes Wohnen und Wellness“, wie sie es selber nennen. „Die sehr gute Bausubstanz des Landesbades mit massiven Betondecken, diversen Treppenhäusern, Aufzugsanlagen und der bereits sanierten Sandsteinfassade bietet hervorragende Voraussetzungen für die neue Nutzung“, sagt Wibelitz.

Das Projekt wird kein kleines werden. Rund 12.000 bis 15.000 Quadratmeter Wohnfläche wolle man schaffen, sagt Simons, „und da ist man beim Investitionsvolumen schnell bei rund 50 Millionen Euro“. Dazu werde der schmucklose Nachbarbau in der Altdorfstraße abgerissen und durch einen modernen Neubau ersetzt, der architektonisch einen Kontrapunkt zum historischen „Karlspalais“-Gemäuer setzen soll. Unter diesem Neubau ist eine Tiefgarage geplant, wobei für die Bewohner auch ein innovatives Nutzungskonzept für Elektroautos entwickelt und installiert werden soll.

Im „Karlspalais“ selber soll das historische Schwimmbad wieder in Betrieb genommen und zur rückwärtigen Grünanlage hin geöffnet werden. Außerdem sollen weitere Wellness- und Fitnessangebote für die Bewohner geschaffen werden. Die heiße Quelle will man hierfür und für die Beheizung des gesamten Gebäudes nutzen. Auch denke man darüber nach, die Dächer auszubauen und eventuell Teile des Altbaus abzureißen, sagt Simons. „Aber da ist bei den Planungen noch sehr vieles variabel.“

Sofort loslegen können die beiden Investoren ohnehin nicht. Große Teile des Altbaus werden noch von der Rheumaklinik genutzt, die mittlerweile mit dem Schwertbad zusammengelegt wurde. Und das kann noch ein paar Jahre so bleiben, denn die neue Rehaklinik, die die Marienhaus GmbH an der Benediktinerstraße bauen will, dürfte wohl frühestens 2016/2017 fertig werden.

Ilker Simons sieht darin kein Problem. „Wir wollen den Zeitraum der Vermietung nutzen, um unser Projekt mit ruhiger Hand rund zu machen“, sagt er. So ganz ruht die Hand allerdings doch nicht. Das Nachbargebäude an der Altdorfstraße, das weitestgehend leer steht, will man schon bald anpacken. Simons: „Da wollen wir noch in diesem Jahr die Weichen für Abriss und Neubau stellen.“

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