Rhenania schmeißt den Titelverteidiger raus

Von: André Schaefer
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Rechtzeitig gestoppt: Favorit SV Eilendorf (rote Trikots) gab sich gegen Außenseiter Germania Freund keine Blöße und siegte im Zwischenrundenspiel mit 2:0. Dennoch flog der Titelverteidiger raus. Foto: Kurt Bauer
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Erst schwach, dann ganz stark: Rhenania Richterich (weiße Trikots) unterlag dem VfR Forst überraschend – und kam dennoch weiter.

Aachen. Bühne frei für den Titelverteidiger! Zweimal in Folge hat sich der SV Eilendorf in den vergangenen Jahren die Krone der Aachener Fußballstadtmeisterschaft aufgesetzt. Am Montagabend kamen die Eilendorfer zum Startschuss der Zwischenrunde an die Alte Vaalser Straße, um den Hattrick zu erzielen.

Eine klare Sache? Von wegen! Nicht nur Richterich hatte etwas gegen den Durchmarsch der Eilendorfer, auch die Mannschaft vom VfR Forst war nicht angereist, um angesichts der spielerischen Klasse der beiden Landesligisten aus Richterich und Eilendorf ein wenig Anschauungsunterricht zu nehmen, ganz im Gegenteil: Das Team von Claudio Scintu brachte die beiden Favoriten mehr als lediglich zur Verzweiflung.

Nachdem der SV Eilendorf im Auftaktspiel gegen Germania Freund durch zwei Treffer von Murat Altintas zwar nicht glanzvoll, dafür aber ungefährdet als Sieger vom Platz ging, folgte im Anschluss bereits die erste dicke Überraschung: Der VfR Forst legte gegen den Favoriten aus Richterich enorm viel Leidenschaft und Kampf an den Tag und erzielte durch Thorsten Lenzen den vielumjubelten Führungstreffer. Richterich drückte anschließend auf den Ausgleich, enttäuschte jedoch im Offensivspiel. Und da ein Spiel von nur 30 Minuten schneller vorbei sein kann, als dies den Favoriten lieb ist, lief der Rhenania am Ende die Zeit davon. Resultat: 0:1-Niederlage gegen den „Underdog“.

Doch von Underdog konnte ab diesem Zeitpunkt kaum noch die Rede sein, schließlich hatte der VfR im dritten Spiel des Abends die riesen Gelegenheit gegen Eilendorf, schon mit einem Unentschieden das Tor zum Halbfinale weit aufzustoßen. Die Tatsache, dass Eilendorfs Trainer Achim Rodtheut an der Seitenlinie auf und ab tobte, sprach Bände: „Wir hatten taktisch was vor, und haben es nicht umgesetzt“, ärgerte sich Rodthheut. „Unser Tank war aber auch durch die vielen Spiele in den letzten Tagen leer.“

Der SV Eilendorf biss sich die Zähne aus an der robust verteidigenden Hintermannschaft aus Forst, Arslan erlöste den Titelverteidiger schließlich doch noch kurz vor Schluss per Kopf mit dem wichtigen 1:0-Siegtreffer.

Während Forst am Ende die Puste ausging (1:2-Niederlage gegen Freund), kam Richterich allmählich in Fahrt, fertigte Freund mit 3:0 ab und hielt sich so alle Chancen offen, im letzten Spiel des Abends gegen Eilendorf doch noch den Gruppensieg einzufahren. Es wurde also nochmals spannend – und wie: Richterich erwachte spät an diesem Abend und nutzte die eigentlich einzige Chance des Spiels zum 1:0-Siegtreffer durch Tolga Baycan. „Ich bin trotz des schwierigen Starts in den Abend sehr zufrieden. In 30 Minuten reicht ein Fehler für die Niederlage, das kann immer passieren. Aber wir sind gut zurückgekommen“, freute sich Richterichs Coach Gökhan Demirci.

Spätestens jetzt steht fest: Wer den Weg bislang noch nicht zum Ausrichter aus Vaalserquartier gefunden hat, ist es selber schuld. Der erste Tag der Zwischenrunde hat gezeigt, wie spannend die diesjährige Stadtmeisterschaft ist. Noch viel wichtiger: Sie hat gezeigt, wie spannend sie noch werden kann.

Bilder und Infos finden Sie auf unserem Lokalsport-Portal FuPa.net.

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