Aachen - Rhenania Richterich: Fußball und noch viel mehr

Rhenania Richterich: Fußball und noch viel mehr

Von: Peter Schopp
Letzte Aktualisierung:
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Soll bald noch stärker fester Bestandteil im Repertoire des Richtericher Traditionsvereins sein: das Angebot „Gesund älter werden“. Foto: Imago/Thomas Müller

Aachen. Am Freitag startet die 32. Fußball-Stadtmeisterschaft. Gastgeber Rhenania Richterich freut sich auf hoffentlich spannende Spiele um den Sparkassen-Cup. Gleichzeitig schaut man an der Grünenthaler Straße aber über den Tellerrand hinaus.

Denn bei der Rhenania dreht sich eigentlich alles um Fußball, aber der Wille zu weiteren Angeboten ist durchaus da. „Wir würden sicher noch weitere Abteilungen einrichten, doch dafür brauchen wir Mitstreiter, Menschen, die eine Sportart im Verein aufbauen und organisieren möchten“, bietet der zweite Vereinsvorsitzende Frank Körfer Raum für ehrenamtliches Engagement an. Der Verein würde mit seinem Know-how die notwendige Unterstützung für Radfahrer, Läufer oder eben andere Sportarten zur Verfügung stellen.

Einen Anfang haben sie in Richterich schon gemacht. Eine Abteilung der etwas anderen Art geht demnächst ans Werk, in Richterich nennen sie das eine „Trilogie der Gesundheit“. Vorsitzender Dieter Arns erklärt die Idee dahinter: „Wir möchten älteren Menschen die Gelegenheit geben, Sport in der Gemeinschaft zu betreiben und gleichzeitig etwas für die Gesundheit zu tun. Das bieten wir in drei Stufen an.“

Stufe eins lautet „Gesund älter werden“. Die Richtericher arbeiten mit Alteneinrichtungen im ganzen Raum Aachen zusammen, zertifizierte Übungsleiter sorgen für grundlegende Qualität in den Kursen. Unterstützung kommt dabei vom Landessportbund, der den Breiten- und eben auch Altensport im Verein etablieren möchte.

Ein anderer Bereich der Trilogie widmet sich der Prävention. Auch hier sind die Trainer ausgebildete Fachkräfte, die im Bereich Koordination, Sturzprophylaxe und Ähnlichem arbeiten. Zielgruppe ist die der über 50-Jährigen. Die Krankenkassen beteiligen sich finanziell, Vorsorge ist eben günstiger als Nachbehandlung. Abgerundet wird das Angebot durch reine Rehabilitationsarbeit, also die spezielle gesundheitliche Wiederherstellung nach Verletzungen oder Operationen.

In Richterich und Horbach

Alle Kurse werden sowohl in Rich­terich als auch in Horbach angeboten und sollen dazu führen, die Rhenania im Bewusstsein der jüngeren und der älteren Menschen fest zu verankern. Nach den Herbstferien sollten die Vorplanungen abgeschlossen sein und der Startschuss der neuen Abteilung erfolgen. „Es bedarf einer intensiven Planung der Kurse. Hallenzeiten sind knapp, sogar Vereine aus der Stadt drängen in die Hallen der Außenbezirke“, schildert Arns die Situation, betont die sehr gute Zusammenarbeit mit der Bezirksverwaltung. „Dort hilft man uns, wo es nur geht“, ist er froh über Unterstützung.

Hilfe kommt aber auch vom Förderverein, der sich ausschließlich um die Verbesserung der Arbeitsmöglichkeiten im Jugendbereich bemüht und bei dem Interessierte bereits für kleines Geld Mitglied werden können. Im Jugendbereich sind Menschen wie Markus Bienentreu und Jens Fiebig aktiv, die einen Großteil ihres Engagements in die Jugendarbeit stecken – mit der Folge, dass die Anmeldezahlen bei den jüngsten Mannschaften seit 2015 wieder steigen.

Gleichzeitig sind die Richte­richer bereit, zu helfen. Flüchtlinge wurden zum Mittrainieren eingeladen. Den Blick für das Große und Ganze haben sie bei der Rhenania offensichtlich nicht verloren, aber den Fokus haben sie jetzt erst einmal auf die Stadtmeisterschaft gerichtet.

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