Aachen - Rhein-Maas-Gymnasium von der Bürgerstiftung ausgezeichnet

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Rhein-Maas-Gymnasium von der Bürgerstiftung ausgezeichnet

Von: Katharina Menne
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Auszeichnung für das RMG: Hans-Joachim Geupel und Heinz Jussen (1. und 2. von links) zeichneten das Gymnasium für seine Haltung aus. Schulleiter Jochen Geradts (2. von rechts) und Projektleiterin Christiane Kaufmann (rechts) sind stolz auf die Schüler. Foto: Harald Krömer

Aachen. Ob als Streitschlichter, als Teilnehmer am Aachener Friedenslauf oder als Partner in Entwicklungsprojekten in Bolivien und Brasilien – die Schüler des Rhein-Maas-Gymnasiums (RMG) setzen sich ein für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit.

Obwohl die Friedenserziehung zwar als Erziehungsauftrag im Schulgesetz fest verankert ist, nimmt sie am RMG einen außergewöhnlich großen Raum ein. Deshalb wurde das Gymnasium jetzt von der Bürgerstiftung Lebensraum Aachen als „Friedensschule“ ausgezeichnet. Schulleiter Jochen Geradts, Stellvertreter Peter Hellmann sowie Schülersprecher Moritz Breuer nahmen jetzt die Urkunde entgegen.

„Die Auszeichnung ist auch als Anregung für andere Schulen gedacht, die Thematik verstärkt aufzugreifen“, beschreibt Hans-Joachim Geupel, der Vorsitzende der Bürgerstiftung, die Motivation hinter der neu gestifteten und erstmals verliehenen Auszeichnung. Es sei besonders in langjährigen Friedenszeiten wichtig, sich aktiv für die Friedenserhaltung einzusetzen und ihn nicht als selbstverständlich hinzunehmen.

Aus diesem Grund entstand jetzt zusammen mit dem Aachener Netzwerk für humanitäre Hilfe und interkulturelle Zusammenarbeit und dem RMG die Idee, junge Menschen für ein „Internationales Friedenscamp“ zusammenzubringen und den interkulturellen Austausch zu fördern. Eine Woche lang sollen sich dort in der ersten Woche der Sommerferien Schülerinnen und Schüler aus dem Aachener Raum und von weiteren europäischen Schulen sowie jugendliche Flüchtlinge, die in Aachen untergebracht sind, zum Thema Frieden und seiner Bedeutung für ihr Leben auseinandersetzen.

Als Kooperationspartner konnten kreativ arbeitende Jugendzentren in Serbien, Bosnien-Herzegowina und Belgien gewonnen werden. Schirmherr des Projekts ist der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz.

Für Projektleiterin Christiane Kaufmann stehen der Austausch mit anderen Kulturen und das Verständnis anderer Lebensumstände am Anfang jeder Friedensbemühung. „Wenn ich fremde Menschen kennenlerne und sie als Freunde dazu gewinne, fällt es mir leichter in Frieden mit ihnen zu leben.“ Diese Botschaft solle auch im Friedenscamp vermittelt werden. „Aber natürlich geht es auch um Spiel, Spaß und Kreativität“, betont sie.

Aktuell seien sie noch auf der Suche nach Familien, die Wohnraum für die ausländischen Gäste zur Verfügung stellen, nach Betreuern, die das Friedenscamp mitgestalten, sowie nach Schülerinnen und Schülern aus dem Raum Aachen, die am Projekt teilnehmen wollen. „Das soll eine total lebendige Veranstaltung werden, an deren Abschluss eine kreativ gestaltete Friedensbotschaft steht“, erklärt Geupel. „Wir möchten möglichst viele Menschen mit unserer Friedensfreude infizieren und diese Freude so hinaus in die Welt tragen.“

Das „1. Internationale Friedenscamp Aachen“ findet vom 10. bis zum 16. Juli statt. Anmelden können sich alle Jugendlichen aus dem Raum Aachen, die zwischen 16 und 19 Jahre alt sind, bis zum 15. März bei Christiane Kaufmann (christiane-kaufmann@buergerstiftung-aachen.de). Die Teilnahme ist kostenfrei.

Weitere Informationen unter www.buergerstiftung-aachen.de/internationales-friedenscamp-aachen.

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