Aachen - Rettet der Streetscooter viele Jobs bei Bombardier?

Rettet der Streetscooter viele Jobs bei Bombardier?

Von: Stephan Mohne
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Ein Teil der Jobs beim Bombardier scheint durch die neue „Talbot Services GmbH“ gerettet. Aber fast 400 von 600 Beschäftigten des Werks müssen weiter bangen. Ihre Hoffnung richtet sich nicht zuletzt auf eine echte Aachener Entwicklung: den Streetscooter.

Würde das Elektroauto demnächst an der Jülicher Straße gebaut, könnte das noch weitaus mehr als die bisher geplanten 200 Arbeitsplätze (plus 30 Azubis) retten, wie Dirk Reuters, Bombardier-Werksleiter und Chef der neuen Talbot GmbH, jüngst bekundete. Kommt er also oder nicht, der Streetscooter?

„Was ich dazu sagen kann und darf ist, dass mein Herz selbstverständlich für die Region und Aachen schlägt. Ich tue alles Machbare, damit wir die Produktion hier umsetzen können“, sagt Streetscooter-Geschäftsführer Professor Achim Kampker im Gespräch mit unserer Zeitung. Aber der Maschinenbauer aus dem Werkzeugmaschinenlabor der RWTH sagt auch: „Auf der anderen Seite muss man sehen, dass natürlich verschiedene Möglichkeiten betrachtet werden müssen. Wir müssen uns im wirtschaftlichen Umfeld behaupten. Nur über Lokalpatriotismus funktioniert es nicht.“

Dem Vernehmen nach geht es dabei auch um öffentliche Fördermittel für derlei Ansiedlungen, die in anderen Bundesländern wie Baden-Württemberg höher sein sollen als in Nordrhein-Westfalen.

Der Streetscooter soll ab 2014 zunächst in Stückzahlen von 3000 bis 5000 Stück hergestellt werden. Privatkunden können ihn zunächst nicht direkt kaufen. Die Firma setzt erst einmal auf Projektgeschäfte mit Großabnehmern – ein Auftrag der Deutschen Post ist schon unter Dach und Fach.

Für Aachen spricht jedoch ein Argument: Kampker will auf eine hohe Facharbeiterqualität setzen. Doch die Experten liegen nicht auf der Straße. An einer Stelle gibt es sie jedoch reichlich: bei Talbot. Wochenendinterview Seite 20

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