Rennen „Rund um Dom und Rathaus” sehen ungefähr 7500 Sportfans

Von: Christoph Classen
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Die Einen kämpfen mit dem Pflaster, die Anderen mit der Pizza: Beim Radrennen „Rund um Dom und Rathaus” bekommen die Besucher rasanten Sport hautnah mit. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Während rund um Dom und Rathaus die letzten Vorbereitungen fürs gleichnamige Radrennen laufen, setzt am Elisenbrunnen ein Lkw mit der Aufschrift „Blutspenden” zurück. Der ist vom DRK und in seinem Inneren geht es um Transfusionsmedizin im besten Sinne. Eine Feststellung, die für den Radsport leider schon lange nicht mehr gilt.

Der DRK-Lkw räumt also seinen Platz, am Büchel kommen zwei geparkt Pkw an den „Strang” und schon ist der traditionelle Rundkurs, den der AC Zugvogel 09 am Samstagabend zum 35. Mal veranstaltete, von Hindernissen weitgehend befreit. Von den ungezählten Pflastersteinen einmal abgesehen, aber die gehören in Aachen zum Kurs und die Fahrer wissen, worauf sie sich einlassen.

Die ersten von ihnen pesen schon probeweise den steilen Anstieg zum Markt hinauf. Bis zum Start dauert es zwar noch eine knappe halbe Stunde, die aussichtsreichen Plätze der Außengastronomie sind natürlich trotzdem schon lange besetzt.

Günther Erdweg, Ehrenpräsident des AC Zugvogel 09, trägt seine Leidenschaft um den Hals. Mit bunten Rennrädern und Getränkeflaschen ist seine Krawatte bedruckt und sie sei gewissermaßen die Garantie für gutes Wetter, sagt Erdweg: „Seit elf Jahren trage ich die bei jedem Rennen und seitdem ist es immer trocken geblieben.” Und auch an diesem Tag erfüllt das gewagte Kleidungsstück seinen Zweck.

Für die restlichen Rahmenbedingungen müssen die Fahrer selbst sorgen. Wer die 1,1 Kilometer langen Runden mit zu viel Reifendruck angeht, läuft Gefahr das die Pneus platzen. Bevor Radsportlegende Rudi Altig den Startschuss für das Hauptrennen gibt, drehen die „Senioren” ihre Runden. Dazu zählen alle, die über 41 Jahre sind, das Radsportreglement ist da knallhart.

Für Kurt Kohl, der neben der Start- und Ziellinie vor dem Rathaus seinen Platz gefunden hat, könnten die Regeln an manchen Stellen noch ein wenig strenger sein. Kohl ist ein Mann, der schon bei der Tour de France gewesen ist, der am berüchtigten Anstieg L´Alpe d´Huez im Wohnmobil nächtigte. Und der 68-jährige kann sich auch nicht erinnern, dass er je ein Rennen rund um Dom und Rathaus verpasst habe, weil er „nicht nur den Profisport fördern” wolle. „Es gibt nur eins was ich hasse”, sagt Kurt Kohl, „das ist das Thema Doping.”

Den Hauptgewinn für manchen Fan stellt Rudi Altig dar. Einer von ihnen fragt höflich, ob er ein Foto machen dürfe. „Als Sie Weltmeister geworden sind, haben wir drei Tage gefeiert”, sagt er und drückt auf den Auslöser. Dann schaut auch Altig auf die Strecke und er sagt: „Schön, dass die Veranstalter den Mut nicht verlieren. Es kommen auch wieder bessere Tage.”
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