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Religiöse Kunstwerke weisen auf die Bedeutung der Familie hin

Von: xen
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Eine kleine Krippe als Geschenk zu seiner Ausstellungspremiere: Bischof Dr. Helmut Dieser freut sich mit Prälat Dr. Klaus Krämer und Missio-Diözesandirektor Dr. Manfred Körber (von links).

Aachen. Rund 40 Krippen sind bereits in der ersten Woche über den Tresen von „Weltweit am Dom“ gegangen. Erfahrungsgemäß wechseln mehrere 100 dieser kleinen Kunstwerke jedes Jahr in der Adventszeit den Besitzer.

 In diesem Jahr sind in dem kleinen Lädchen der Hilfswerke „Missio“ und „Sternsinger“ sowie des Bistums gegenüber dem Dom über 170 Objekte aus mehr als 30 Ländern bei der 22. Krippenausstellung „Krippen der Einen Welt“ zu sehen – von streichholzschachtelgroß bis zu einer großen Retablo-Krippe aus Peru. Angucken, aber auch kaufen erlaubt.

Motto „Du meine Zuflucht“

Das Motto der diesjährigen Ausstellung lautet „…Du meine Zuflucht“. Schließlich wollen die 26 ehrenamtlichen Frauen und der Geschäftsführer Thomas Bürgerhausen auch Inhalt an die transportieren, die einfach mal reinschauen: Familien auf der Suche nach der ersten Familienkrippe, Touristen auf der Suche nach einem Mitbringsel aus der Domstadt, versierte Sammler auf der Suche nach einer neuen außergewöhnlichen Krippe, Besucher des Aachener Krippenweges. Denn auch dazu gehört die Ausstellung in „Weltweit am Dom“. „Wir geben auch eine Botschaft mit nach Hause“, betonte Bürgerhausen.

Die formulierte Missio-Diözesandirektor im Bistum Aachen, Dr. Manfred Körber, so: „Das Motto aus dem Psalm 91 ist natürlich eine Anspielung auf die weltweite Situation von Flucht und Vertreibung. Die Krippe als Teil deutscher Weihnachtsbehaglichkeit soll daran nicht vorbeigehen.“ Bischof Dr. Helmut Dieser betonte: „Der Mensch braucht eine Zuflucht, bei uns sagt man ‚ein Gehäuchnis‘. Etwas, wo man hingehört. Viele können so ein Gehäuchnis heute aber nicht mehr finden. Sie sind entwurzelt durch Flucht oder auch gesellschaftliche Verwerfungen.“ Die Krippe sei hingegen ein Zeichen dafür, dass Gott den Menschen entgegen komme.

Darauf spielte auch Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident der Missionswerke „Missio“ und „Sternsinger“, an: „Gott ist Mensch geworden in einer Familie.“ Das könne durch eine Krippe ganz konkret in den Lebensalltag von Familien hineingetragen werden. Zentrales Ausstellungsstück in „Weltweit am Dom“ ist eine Basaltholz-Krippe aus den Philippinen, dem aktuellen Partnerland von „Missio“.

„Äußerst positiv“ habe auch der Trägerverein des Café Zuflucht, Refugio, reagiert, als Bürgerhausen anfragte, ob man das Schaufenster der Beratungsstelle nicht ebenfalls zu einem Teil des Aachener Krippenweges machen könne (wir berichteten). Neben der großen Friedenskrippe, zusammengestellt aus Krippenfiguren aus allen Erdteilen, versorgte „Weltweit am Dom“ außerdem die Stationen Rathausfoyer und Bahnhofsmission mit Ausstellungsstücken.

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