Reisehandbuch „Grenzlandterzett“: Aachen, Lüttich und Maastricht erkunden

Von: Robert Esser
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Spannende Lektüre für alle Leser: der Autor Dr. Josef Els mit seinen Töchtern Katharina und Laura, Ehefrau Brigitte, Heike Ortmanns (Einhard Verlag) sowie Bürgermeisterin Hilde Scheidt bei der Buchvorstellung im Aachener Rathaus. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Die alte Volksweisheit trifft den Punkt. „In Zeiten billiger Fernreisen in fremde Kontinente drohen die Schätze vor unserer Haustüre, Hinterlassenschaften und Denkmäler unserer eigenen und der uns benachbarten Kultur aus dem Blick zu geraten“, sagt Dr. Josef Els.

Der Direktor des Pius-Gymnasiums und leidenschaftliche Kunsthistoriker stellte nach einer Analyse des Büchermarkts fest: „Es gibt keine aktuellen Kunstreiseführer über die drei Schwesterstädte Aachen, Maastricht und Lüttich – wohl aber Dutzende Travelguides für Neuseeland und Australien.“ Also machte sich Els an die Arbeit. Das Resultat jahrelanger Recherchen und Reiseerfahrungen legt Els nun in seinem neuen Reisehandbuch „Grenzlandterzett – Ein Führer durch Kunst und Geschichte des Städtedreiecks Aachen, Lüttich und Maastricht“ vor.

Auf über 350 reich bebilderten Seiten wirbt das Buch für den großartigen, grenzüberschreitenden Kulturraum, geleitet zu Kunstwerken und Bauten – natürlich zum Aachener Dom, zur Maastrichter Liebfrauenkirche und dem hypermodernen Bahnhof des Star-Architekten Calatrava in Lüttich. Els erläutert, bringt nahe und beleuchtet historische Hintergründe. Er vertieft Bekanntes – und lüftet so manches Geheimnis. Dabei wird immer wieder deutlich, was die drei Städte über Staats- und Sprachgrenzen verbindet – zum Beispiel die mittelalterliche Goldschmiedekunst, Maas-Renaissance und Industrialisierung.

„Die Fülle des von den drei Schwesterstädten Gebotenen war im Rahmen eines Buches nicht zu bewältigen“, erklärt Els. „Dies hat den Einhard Verlag dazu veranlasst, mit diesem Reisehandbuch neue Wege zu beschreiten.“ So verbindet der Aachener Verlag den klassischen Kunstführer mit der digitalen Welt. Über QR-Codes im Buch bietet man so zu jeder der drei Städte zwei zusätzliche Kapitel, die den Umfang des Druckwerks gesprengt hätten.

Eines der Internet-Kapitel liegt Els besonders am Herzen: „Es befasst sich mit interessanter, zum Teil wegweisender moderner Sakralarchitektur in Aachen – nicht nur mit sehenswerten Kirchen und der neuen Synagoge der jüdischen Gemeinde, sondern auch mit einem der frühen, architektonisch bemerkenswerten Moscheebauten in Deutschland, der Bilal-Moschee, die soeben 50 Jahre alt geworden ist“, erläutert der Autor. So dürfte auch mancher Aachener Neues und Wissenswertes über seine Heimatstadt erfahren. Für die überaus ansprechende Gestaltung des Kunstführers zeichnet übrigens die Aachener Künstlerin Hildegard Zieger verantwortlich. Und für generationsübergreifende Begeisterung ist ebenfalls gesorgt. Die meisten Orte besuchte Els nicht im Alleingang, sondern mit Ehefrau Brigitte sowie den Töchtern Katharina (20) und Laura (15). Ein umfangreiches Schlagwort-Register und mehrere Stadtpläne runden das „Grenzlandterzett“ ab.

Bei der Buchvorstellung im Aachener Rathaus bringt Bürgermeisterin Hilde Scheidt ihr Resümee auf den Punkt: „So eine kompakte kunstgeschichtliche Zusammenfassung ist einzigartig. Ich werde demnächst mit anderen Augen durch diese drei Städte gehen.“ Ihr weiser Rat: „Dieses Reisehandbuch ist das ideale Weihnachtsgeschenk.“ Und liegt so nahe.

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