Aachen - Reinartz soll wieder Präsident werden

Reinartz soll wieder Präsident werden

Von: Christoph Pauli
Letzte Aktualisierung:
Günter Reinartz
Keine Mehrheit: Günter Reinartz wird doch nicht Klubchef. Foto: Ratajczak

Aachen. Die Einladungen für die Jahreshauptversammlung sind bereits verschickt. Am 29. Juni wählt Alemannia ihren Präsidenten. Wer das sein wird, ist noch ein Geheimnis, das der Verein erst am Donnerstag bei einer Pressekonferenz lüften wird.

Dann wird Günter Reinartz, der den Verein bereits von 1988 und 1990 führte, sein fünfköpfiges Team vorstellen, dem die bisherigen Präsidiumsmitglieder Franz-Wilhelm Hilgers, Karl-Theo Strepp und Klaus Dieter Wolf weiterhin angehören. Es fehlt nur noch Horst Heinrichs. Der amtierende Präsident wird vom Verwaltungsrat nicht mehr vorgeschlagen.

Bis Anfang des Jahres leitete Reinartz die Aachener Finanzämter, konnte kein wichtiges Alemannia-Amt bekleiden, um eine Interessenkollision zu vermeiden.

Verwaltungsratsvorsitzender Hubert Herwartz konkretisierte am Montag erstmals die Gründe, warum Heinrichs nicht mehr nominiert wird. Der Präsident habe wie seine Kollegen auch die Ausgliederung des Lizenzspielerbetriebes 2006 forciert. Seinerzeit sei er davon ausgegangen, den Vorsitz im Aufsichtsrat der neuen Gesellschaft zu übernehmen.

Es kam gründlich anders, zunächst wurde Helmut Breuer, später dann Jürgen Linden gewählt. „Hiermit hat sich Professor Heinrichs aus meiner Sicht nie abgefunden”, sagt Herwartz. Parallel dazu verschwanden die populärsten Aufgaben.

Die Entscheidungen für den Fußballbetrieb fielen nicht mehr im Präsidium, sondern in der hauptamtlichen Geschäftsführung. Alemannias Präsident ist „nur” noch für die Volleyballer, Tischtennisspieler, Leichtathleten und demnächst vielleicht Fraußenfußballer zuständig.

Interne Vorgänge

„Horst Heinrichs ging dann dazu über, die Notwendigkeit der erfolgten Ausgliederung zum Beispiel in einer Veranstaltung der Interessengemeinschaft der Fans in Frage zu stellen und zu kritisieren”, sagt Herwartz. Die Folge: Zunehmend sei Heinrichs in den Gremien von Verein und Gesellschaft isoliert gewesen.

Nicht nur der Verwaltungsrat verweigerte ihm die Zustimmung. „In allen Gremien herrscht flächendeckend die Auffassung, dass der Verzicht auf eine erneute Kandidatur besser für den Verein wäre”, sagt Herwartz. Heinrichs habe sich durch „bestimmte interne Vorgänge” angreifbar gemacht, meint Herwartz. „Zum Schutz von Herrn Heinrichs” will er die nicht konkretisieren. „Fakt ist jedoch, dass durch diese Vorgänge innerhalb des Präsidiums die Grundlagen für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit nicht mehr vorhanden waren.”

Alleingänge hat es einige gegeben. Der Präsident verhinderte zum Beispiel, dass Aachens fast 10.000 Mitglieder angeschrieben und für die Tivoli-Anleihe begeistert wurden. Zuletzt kündigten auch zwei Präsidiumsmitglieder an, mit Heinrichs nicht mehr zusammenarbeiten zu können.
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