Reichlich Platz für die Kanzlerin

Von: Hans-Peter Leisten
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„Materialtest”: CDU-Geschäftsführer Harro Mies muss natürlich nicht selbst die Bühne für die Kanzlerin aufbauen, hat aber ansonsten einige logistische Vorbereitungen zu treffen. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Martin Schulz hat gut lachen - zumindest von der Papierform her. Sein Plakat hängt über den Bänken auf dem Katschhof und zeigt den Europaparlamentarier der SPD. Doch Gefahr ist in Verzug, denn am Samstag gehört der Platz seinen politischen Kontrahenten.

Seiner direkten Rivalin um den Einzug ins Europäische Parlament, Sabine Verheyen. Denn die CDU-Bewerberin bekommt Rückendeckung aus Berlin, Bundeskanzlerin Angela Merkel höchstpersönlich eröffnet heute in Aachen den Europawahlkampf.

Für die hiesigen Christdemokraten ist ein solcher Termin natürlich mit Stress verbunden. „Aber mit positivem Stress”, versichert der Geschäftsführer des Aachener CDU-Kreisverbandes, Harro Mies.

Er wirkt am Tag vor Merkels Stippvisite gelassen und erklärt gerne die Situation und den Ablauf auf dem Katschhof. Anders als der zuständige Logistikchef der Bundes-CDU, der nach eigener Aussage „mal speziell in Aachen schlechte Erfahrungen” gemacht hat. Mit wem, sagt er nicht. Und mehr sagt er schon mal gar nicht.

Anders Harro Mies. Ihm kommt es darauf an, dass viele Menschen erfahren, wieso sich aus seiner Sicht der Besuch auf dem Katschhof lohnt. Und das nicht erst um 11 Uhr, wenn die Regierungschefin ans Mikrophon tritt.

Um 10 Uhr hallen erste musikalische Töne über den Platz, kurz danach erste gesprochene. „Wir bieten verschiedene Polit-Talks”, erklärt Mies. Unter anderem eben auch mit Verheyen.

Danach gibt sich die CDU-Prominenz ein Stelldichein. NRW-Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers hat sich angesagt, der Generalsekretär der CDU Deutschland Ronald Pofalla ebenso, der EP-Abgeordnete Elmar Brok und NRW-Minister und Aachens CDU-Chef Armin Laschet.

Um deren Sicherheit zu gewährleisten, ist der Bühnenbereich an der Seite des Doms natürlich blickdicht abgeschirmt. Direkt neben der großen Bühne befindet sich das Europa-Infomobil der CDU, alles im Sicherheitsbereich SI.

Das nächste Areal auf Höhe Domsingschule ist den geladenen Gästen vorbehalten, CDU-Mitgliedern aus Aachen und von anderen Kreisverbänden.

Dahinter, immer noch in komfortabler Blickweite, können sich die etwa 3000 allgemein politisch Interessierten niederlassen. Wer auf den Platz will, muss die beiden Sicherheitsschleusen passieren.

Die letzten Reden werden gegen 12.30 Uhr gehalten sein. Dann wird abgebaut, und die CDU-Prominenz verlässt Aachen. Und Martin Schulz kann spätestens dann wieder vom Plakat lachen.
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