Regelung für den Winterdienst: Eine Rolle rückwärts

Von: stm
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Beim verpflichtenden Winterdienst für die Vereine rudert die Stadt zurück. In Kürze soll der Rat über das Thema beraten. Foto: imago/Eibner

Aachen. Die Stadt rudert kräftig zurück. Die neue Regelung in Sachen Winterdienst an städtischen Turn- und Sporthallen bereits kurz ihrem Inkrafttreten wieder gekippt worden. Die Verwaltung hatte bereits den Sportvereinen in einem Schreiben mitgeteilt, dass sie rückwirkend ab 1. November werktags ab 16 Uhr und an den Wochenenden fürs Schneeschippen an den Turnhallen zuständig seien.

Nur wenige große Hallen waren ausgenommen. Das treib nicht nur die betroffenen Vereine auf die Palme. Auch CDU und SPD verurteilten das Vorgehen der Stadt scharf. Zumal über diesen Schritt vorher gar nicht ausreichend diskutiert worden sei.

Der Druck auf die Verwaltung war letztlich groß. Und so kommt jetzt die Rolle rückwärts. „Die für diesen Winter geplante Regelung, Sportvereine mit Schlüsselgewalt, die in den späten Nachmittagsstunden, am Abend oder am Wochenende in städtischen Sporthallen trainieren oder Wettkämpfe haben, am Winterdienst zu beteiligen, tritt nun in diesem Winter wohl doch nicht in Kraft“, teilte die Stadt am Mittwoch mit.

Und begründete den ursprünglichen Schritt nochmals: „Eine neue Regelung für den Winterdienst ist notwendig geworden, da die Arbeitszeitregelungen der Schulhausmeister diesen Dienst nicht mehr zulassen.“ Da die nun präsentierte Regelung „bei den Vereinen und der kommunalen Politik nicht auf Zustimmung gestoßen“ sei, solle nun eine andere Regelung für den kommenden Winter gefunden werden. Dies sei in einem Gespräch zwischen dem zuständigen Dezernat mit Vertreterinnen und Vertretern der Fraktionen so vereinbart worden. Wie diese Regelung aussehen soll, wird bereits in der Sitzung des Stadtrates am kommenden Mittwoch, 23. November, 17 Uhr, im Rathaus diskutiert. Das brisante Thema ist kurzfristig auf die Tagesordnung gesetzt woden. Der Rat entscheide dann über das weitere Vorgehen.

Björn Jansen als Vorsitzender des Stadtsportbundes begrüßt, dass die neue Regelung gekippt worden ist: „Nach intensiven Gesprächen mit Vertretern der Ratsfraktionen freue ich mich, dass Dezernentin Susanne Schwier die vielfältigen Einwände, die uns aus Reihen der Vereine erreicht haben, wahrgenommen hat und sie nicht zum Winterdienst verpflichtet.“ Eine von der Verwaltung „weiterhin angedachte Überarbeitung der Winterdienstregelung“ werde nun kritisch begleitet.

In den Prozess einer Neufassung wolle man sich als Dachverband der Sportvereine einbringen, damit deren Anliegen „in Bezug auf die Umsetzbarkeit sowie versicherungs- und haftungstechnische Belange klar geregelt werden“, so Jansen.

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