Aachen - Reformationsjubiläum in der Annaschule: Martin Luther im Interview

Reformationsjubiläum in der Annaschule: Martin Luther im Interview

Von: Claudia Heindrichs
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Ein rebellischer Mönch zum Anfassen: Schulleiterin Elisabeth Tillessen hatte das „Phänomen Luther“ ebenso gut im Griff wie ihre Schützlinge, die sich dem Reformator mit viel Fantasie näherten. Foto: Andreas Steindl
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Ritter und Burgen gehören natürlich dazu, wenn man auf den Spuren des großen Reformators aus dem Spätmittelalter wandelt: Die Kinder erklärten, was in den mächtigen Trutzbauten so alles zu finden war. Foto: Andreas Steindl

Aachen. „Guten Morgen, Martin Luther!“, ertönte es lautstark im Chor in der Annaschule. Eine Woche lang haben sich die Schülerinnen und Schüler der evangelischen Grundschule mit dem Thema „Martin Luther“ beschäftigt. Anlässlich des 500-jährigen Reformationsjubiläums hat Schulleiterin Elisabeth Tillessen gemeinsam mit dem Lehrerkollegium eine Projektwoche initiiert, um den Kindern das Leben zur Zeit Luthers näher zu bringen.

„Die Kinder wurden in fünf jahrgangsgemischte Gruppen eingeteilt und haben zu den Themen ‚Ritter und Burgen‘, ‚Kinderalltag‘, ‚Buchdruck‘, ‚Musik und Kunst‘ sowie natürlich ‚Martin Luther‘ fünf verschiedene Projekttage erlebt“, erklärte Tillessen. Was die Steppkes während der Woche gelernt und einstudiert haben, zeigten sie bei einer Präsentation. Dabei waren sowohl einige Eltern und Geschwister, als auch in gewisser Weise Martin Luther höchst persönlich anwesend – in Form einer Handpuppe.

Es wurde gesungen, getanzt, erzählt und gespielt. Das Lied „Kommt, sagt es allen weiter“ wurde extra für das Reformationsjubiläum geprobt und mit viel Freude vorgesungen. Ein wenig aufgeregt, aber mit großer Konzentration haben Zeinab, Paula, Judith, Maryam, Lisa, Promesse, Ibrahim und Janne aus den Klassen eins bis vier das Gedicht „Luther – der Mann des Jahres“ auswendig vorgetragen. Ganz professionell mit Mikrofon in der einen und Infokärtchen in der anderen Hand, erklärten drei Kinder die Eigenschaften von Ritterburgen und Burggräben. Anhand von selbst gebastelten Modellen zeigten sie eindrucksvoll, wo Bergfried, Zugbrücke und Kemenate zu finden sind.

Darauf folgte ein Tanz zu mittelalterlicher Zithermusik, der fast durch den ganzen Raum ging. Die Zuschauer merkten, dass die Kinder viel Spaß beim Einstudieren hatten. Bevor am Schluss zwei Schülerinnen ein Interview mit Martin Luther vorspielten, in dem alle wichtigen Tage, Orte und Taten kurz erklärt wurden, zeigten einige Schülerinnen und Schüler das Spiel „Reifen schlagen“. Neben Bockspringen und Stelzenlauf war dieses Kinderspiel im Mittelalter sehr beliebt. Auch den Kindern in der Annaschule schien es großen Spaß zu machen.

„Gekocht wurde während der Projektwoche auch“, verriet Tillessen. Wer das Gericht „Armer Ritter“ kennt, wird der Schulleiterin wohl zustimmen: „Ich habe ein Stück probiert, und es war wirklich lecker“, sagte sie begeistert.

Auf fünf großen Plakaten, die die Kinder gemeinsam gestaltet haben, ist die gesamte Projektwoche zusammengefasst, die sie noch bis zum Reformationstag am 31. Oktober in den Klassenzimmern bestaunen können.


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