Recyclinghof: Forum gegen Option Soers

Von: mh
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Aachen. Wo soll und kann er hin, der geplante Recyclinghof Nord? Jedenfalls nicht aufs Gelände der Stadtgärtnerei zwischen Justizvollzuganstalt und Kläranlage – meinen Vertreter des Soerser Forums.

Dessen Sprecher Hans-Karl Rouette appelliert mit Nachdruck an Politik und Verwaltung, den Standort an der Krefelder Straße nicht weiter als Option für das dringend benötigte Entsorgungszentrum ins Auge zu fassen.

Da das Areal allein über die Sackgasse Richtung JVA, Kläranlage und Wohngebiet Hochbrück zu erreichen sei, sei „ein Dauerstau an der Ab- und Auffahrt definitiv vorprogrammiert“, was zudem „ein erhebliches Sicherheitsrisiko“ für das benachbarte Gefängnis mit sich bringe. Angesichts der zu erwartenden rund 360 Hin- und Rückfahrten durch Pkw sowie zehn An- und Abfahrten durch Lkw pro Tag sei eine völlige Überlastung der kleinen Erschließung schlichtweg nicht zu vermeiden.

Komme hinzu, dass eine weitere Bebauung in der wichtigen Kaltluftschneise Wurmauen – auch im Zusammenhang mit aktuellen Bauvorhaben des ALRV – ökologisch nicht zu vertreten sei. Und: Wenn rund 4400 zusätzliche Fahrzeuge pro Woche durch die Soers rollten, würde sich die Verkehrsdichte im Landschaftsschutzgebiet unzumutbar erhöhen. Kurzum: Dieser Standort sei völlig ungeeignet. Stattdessen biete es sich an, jüngste Ideen zur Ansiedlung weiter zu konkretisieren – etwa, wie kürzlich von der SPD vorgeschlagen, am Toledoring, am Roder Weg in Richterich oder auch im Gewerbegebiet Avantis.

Plädoyer für Roder Weg

Insbesondere der Standort Roder Weg sei auch nach Einschätzung der Experten im Planungsamt hervorragend geeignet, argumentiert Rouette. Im Übrigen sei eine dezentrale Ansiedlung kleiner Recyclinghöfe allerdings in jeder Hinsicht vernünftiger. Grundsätzlich anzustreben sei daher eine gesetzliche Regelung, um „die Privatwirtschaft nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage“ ins Boot zu holen.

Die Vertreter des Soerser Forums setzen nun auch auf weitere Standortmöglichkeiten, die bislang noch nicht öffentlich diskutiert worden seien. Am kommenden Donnerstag, so Rouette, werde Dezernent Dr. Lothar Barth den Steuerungskreis der Initiative zum Gespräch empfangen und auch Alternativen erläutern.

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