Razzia: Polizei beschlagnahmt Waffen, Drogen und Fahrräder

Von: mh
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Blaulicht Polizei Unfall Symbol Symbolbild: dpa/Patrick Seeger
Die Aachener Polizei ist am Dienstagabend zu einem organisierten Großeinsatz ausgerückt. Symbolfoto: Patrick Seeger/dpa

Aachen. Polizei und Ordnungsamt schauen weiter mit Argusaugen auf die Kneipenszene sowie einschlägige potenzielle Brennpunkte in Sachen Drogen: Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage waren in der Nacht auf Mittwoch über 50 Polizisten sowie Mitarbeiter der Stadt bei Kontrollaktionen vor allem im Ostviertel und in der City unterwegs.

Dabei wurden im Ganzen 15 Straf- und Bußgeldverfahren veranlasst, mehrere Waffen und mögliches Diebesgut beschlagnahmt. Erneut wurde eine Shisha-Bar vorübergehend geschlossen. Zwischen 17 Uhr und 2 Uhr früh überprüften die Einsatzkräfte insgesamt 130 Personen in diversen Lokalen sowie auf öffentlichen Plätzen in Rothe Erde, am Kaiserplatz und in der Pontstraße, berichtete die Pressestelle der Polizei am Mittwoch.

In einem Lokal in der Elsassstraße wurden größere Mengen Marihuana und Haschisch sichergestellt. Außerdem beschlagnahmten die Beamten eine verdächtige pulvrige Substanz, deren Inhaltsstoffe noch nicht analysiert sind. Überdies wurden ein sogenanntes Einhandmesser sowie ein Schlagring einkassiert – beide gelten als „verbotene Gegenstände“.

Damit nicht genug: Auch 30 Kosmetikprodukte sowie fünf Fahrräder, die in der Gaststätte vorgefunden wurden, wurden wegen Verdachts auf Diebstahl bzw. Hehlerei sichergestellt. Da zudem der Verdacht auf unzureichende Einhaltung der Hygienebestimmungen bestand, wurde das Lokal schließlich vom Ordnungsamt geschlossen. Auch in einer benachbarten Gaststätte wurden zwei Anzeigen wegen Besitzes illegaler Rauschmittel geschrieben. Über die Menge konnte die Polizei am Mittwoch noch keine Auskunft geben.

Bei diversen Personenkontrollen am Bahnhof Rothe Erde, am Kaiserplatz und am Adalbertsteinweg wurden ebenfalls Drogen sowie ein Messer sichergestellt. Am Hansemannplatz erhielt ein Mann eine Anzeige wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. In der Heinrichsallee fiel den Beamten ein stark alkoholisierter Fahrradfahrer auf. Er musste eine Blutprobe über sich ergehen lassen, ein Verfahren wegen Trunkenheit im Verkehr wurde eingeleitet. In der Pontstraße wurde ein Pkw-Fahrer unter Drogeneinfluss erwischt.

Wiederum geriet auch eine Shisha-Bar, diesmal an der Alexanderstraße, ins Visier der Fahnder, weil dort gesundheitsgefährdende CO-Werte festgestellt wurden. Erst in der Nacht auf vergangenen Donnerstag hatte das Ordnungsamt im Rahmen des „City-Konzepts“, das die Stadt seit einiger Zeit gemeinsam mit der Polizei umsetzt, eine Shisha-Bar an der Promenadenstraße wegen allzu dichter Qualmwolken vorübergehend dichtgemacht.

„Wir können in diesen Fällen in der Tat nur aktiv werden, wenn wir vor Ort, also ganz akut, überhöhte CO-Werte feststellen“, erklärte Rita Klösges vom städtischen Pressebüro dazu auf Nachfrage. In der Regel dürfen die Lokale folglich wieder öffnen, sobald die Luft im Wortsinn rein ist. „Wenn gegen Auflagen verstoßen wird, etwa in Bezug auf Fluchtwege oder bei unsachgemäß gelagerten Stoffen, muss natürlich nachgewiesen werden, dass zuvor festgestellte Mängel ordnungsgemäß behoben worden sind“, betonte Klösges.

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