Ratschlag im Eurogress: SPD fragt die Bürger zum ÖPNV

Von: Albrecht Peltzer
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Aachen. Die Campusbahn steht auf dem Abstellgleis, die Schiene hat nach dem Ratsbürgerentscheid in Aachen auf lange Sicht keine Chance. Doch wie soll es weitergehen in Sachen Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs? Die SPD hat die Initiative ergriffen und lädt am Donnerstag, 18 Uhr, zum „Ratschlag“ in den Brüsselsaal des Eurogress‘ an der Monheimsallee.

 „Wir wollen nicht den gleichen Fehler wie bei der Campusbahn machen“, sagt der verkehrspolitische Sprecher der SPD, Michael Servos. Will heißen: Es soll mit den Bürgern nicht ein bereits fertiges und alternativloses Konzept diskutiert werden. Vielmehr will man mit dem Bürger den Entwicklungsprozess von Anfang an gemeinsam gehen. Ob das Konzept ankommt? „Wenn die Bürger sich beklagen, dass sie nicht genug beteiligt werden, dann sollten sie sich auch beteiligen, wenn das so angeboten wird“, meint SPD-Ratsherr Claus Haase.

Bei „Null“ soll also die Auseinandersetzung darüber beginnen, in welchem Umfang, mit welchen Verkehrsmitteln, mit welchen Antrieben und mit welchen Kosten der ÖPNV in Aachen zukunftssicher gemacht wird.

Drei kurze Impulsreferate wird es am Donnerstag geben. SPD-Ratsfrau Heike Wolf wird zu ökologischen Aspekten sprechen, AVV-Geschäftsführer Hans-Joachim Sistenich referiert über den ÖPNV und TH-Professor Dirk Vallée nimmt zu Aspekten der Campusentwicklung und der verkehrlichen Erschließung Stellung. Danach ist das Gespräch gewünscht. Jedes Themenfeld wird an eigenen Tischen diskutiert, die Bürger können zwischen den Tischen pendeln, sich dort einbringen, wo ihre Interessen liegen. Oder einfach zuhören, was andere Diskutanten beitragen. Jeder Tisch wird „protokolliert“.

Zum Abschluss werden die Ergebnisse zur Diskussion gestellt. In weiteren Fachforen will die SPD in den kommenden Monaten den Diskussionsprozess intensivieren. „Uns ist es wichtig zu zeigen, dass keine Richtung vorgegeben wird,“ betonte der planungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Norbert Plum, am Mittwoch. Nur ein Ergebnis stehe für ihn vor Beginn der Auseinandersetzung fest: „Eine Bahn wird es in Aachen nicht geben. Das haben die Bürger deutlich gesagt.“

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