Aachen - Rat beschließt zwei neue „Stolpersteine”

Rat beschließt zwei neue „Stolpersteine”

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Aachen. „Stolpersteine” nennt der Kölner Künstler Gunter Demnig die kleinen Gedenktafeln, die er als Erinnerung an die Opfer der NS-Zeit vor ihrem Wohnort in den Bürgersteig einlässt. In Aachen wurden inzwischen 23 dieser Stolpersteine verlegt.

Mit aktueller Zustimmung des Stadtrats werden jetzt zwei neue „Stolpersteine” verlegt. Und zwar vor dem letzten bekannten und selbst gewählten Wohnsitz von Helene und Siegmund Hornberg in der Augustastraße 37. Beide wurden 1942 nach Theresienstadt deportiert und dort ermordet. Die Verlegung der Steine ist in Kürze geplant.

Seit 2008 erinnern die so genannte „Stolpersteine” in Aachen an Bürgerinnen und Bürger der Stadt, die im Dritten Reich deportiert und ermordet oder zur Flucht aus Deutschland gezwungen waren. Die Stolpersteine sind Messingquader, in die jeweils der Name, die Lebensdaten und das Schicksal eines Aacheners oder einer Aachenerin eingraviert sind, die dem Nationalsozialismus zum Opfer fielen.

Die Steine werden stets vor dem letzten - frei gewählten - Wohnhaus in den Bürgersteig eingelassen. Sie sind Teil einer inzwischen über die Bundesrepublik hinausgehenden Aktion Stolpersteine, in dessen Rahmen Gunther Demnig seit 2003 an über 300 Orten Erinnerungssteine verlegt hat. Ein Mensch ist nämlich erst dann vergessen, wenn sein Name vergessen ist, so Demnig.

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