Rasante „Startbahn“ in den richtigen Job

Von: Christiane Chmel
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Von der Schule zum Beruf: (obere Reihe) Norbert Laufs, Simone Pfeiffer-Bohnenkamp, Walter Eßer, (untere Reihe) Hardy Höfert, Regine Wrase, Elo Schröder-Hanisch und Angelika Paßen unterstützen die „Startbahn“. Foto: Andreas Steindl

Aachen. „Startbahn“ heißt die Jugendberufshilfe des Sozialwerks Aachener Christen, die Jugendlichen und jungen Erwachsenen bereits seit vielen Jahren hilft, schulisches Scheitern zu vermeiden und einen reibungslosen Übergang von der Schulbank in das Berufsleben zu erleichtern.

Seit 18 Jahren unterstützt die Sparkasse Aachen das Angebot, das rund 350 Schüler und Schülerinnen jährlich wahrnehmen.

Häufig haben Schulabgänger mit schulischen Defiziten aus sozial schwierigen Verhältnissen oder mit Migrationshintergrund Schwierigkeiten, auf Anhieb einen geeigneten Ausbildungsplatz zu finden, wissen nicht nur die Experten. Genau hier setzt die Jugendberufshilfe des Sozialwerkes Aachener Christen an. Mit passgenauer Einzelfallhilfe sollen Lern- und Leistungsmotivation gestärkt werden, um Perspektivlosigkeit zu vermeiden.

Sozialarbeiterinnen wie Angelika Paßen, die in der Aachener Käthe-Kollwitz-Schule tätig ist, beraten in Abschlussklassen, begleiten Praktika und Bewerbungsverfahren, helfen bei der Stellensuche im Internet und führen eine Vielzahl von Einzelgesprächen mit den jungen Erwachsenen. „Wir helfen, Perspektiven zu entwickeln und Alternativen zu einem vielleicht zuvor abgebrochenen Ausbildungsweg zu finden“, berichtet Angelika Paßen. „Dabei steht eine engmaschige Betreuung, auch bei privaten Problemen im Zentrum der Arbeit.“

Die Berater des „Startbahn“-Projekts sind am Berufskolleg der Städteregion Aachen, der Käthe-Kollwitz-Schule, und am Berufskolleg für Gestaltung und Technik sowie an der Schule für Lernbehinderte am Rödgerbach und am Kennedypark tätig. Insgesamt haben die Mitarbeiter im vergangenen Jahr Schüler mit nicht weniger als 381 Beratungsgesprächen betreut. Darüber hinaus fanden in allen betreuten Schulen unabhängig von einer Klassenzugehörigkeit in der Beratungsstelle an der Rosstraße viele einmalige Einzelberatungen statt.

Von den 189 betreuten Jugendlichen waren 105 weiblich und 84 männlich. 83 Jugendliche mit Migrationshintergrund nahmen die Hilfe in Anspruch. Im Herbst 2015 starteten zehn Jugendliche eine Ausbildung, 18 fanden einen Platz in einer Berufsvorbereitenden Maßnahme, drei wurden in Anschlussmaßnahmen vermittelt und 44 besuchten weiterhin eine Schule oder schulische Maßnahme. Sechs junge Erwachsene fanden eine Arbeitsstelle und vier absolvieren aktuell ein freiwilliges soziales Jahr. 95 Jugendliche werden weiterhin durch die zwei sozialpädagogischen Beraterinnen der „Startbahn“ in enger Kooperation mit der Agentur für Arbeit betreut.

„Ein solches Engagement ist für unser Haus eine gelebte regionale Identität, denn uns liegt vor allem das Wohl der hier lebenden Menschen am Herzen“, betonte Norbert Laufs vom Vorstand der Sparkasse Aachen, der sich vor Ort über die aktuellen Unterstützungs- und Beratungsangebote des Sozialwerks informierte. Auch für die Zukunft stellte Laufs weitere finanzielle Unterstützung in Aussicht.

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