Rapper „Chakuza“: Im Dreiländereck Ruhe gefunden

Von: Katharina Redanz
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Kooperation perfekt: Musiker aus der Region – im Bild Alexander von Mitzlaff und Andreas Reinard – haben an der erfolgreichen neuen Produktion von „Chakuza“ mitgearbeitet. Foto: Andreas Schmitter.

Aachen. Aus dem beschaulichen, niederländischen Örtchen Vijlen in die Spitze der deutschen Albumcharts: Das hat der Musiker „Chakuza“ gerade geschafft. Sein neuestes Album „Noah“ nahm er gemeinsam mit dem sogenannten Künstlerkollektiv „In Vallis“ aus der Region in dem kleinen Ort hinter Vaals auf.

„Das Album ist eine Mischung aus Sprechgesang und Indiepop“, sagt Max Wählen, Gitarrist und Songwriter von „In Vallis“. Neben ihm gehören mit Andreas Reinard aus Aachen, Jan Bruschke und Ben Graaf aus Vaals sowie Yves Lennertz aus Kelmis vier weitere junge Männer zu der Gruppe, die sich als ein Zusammenschluss von Künstlern versteht: „Wir machen Filme, designen Cover für Alben und andere kreative Dinge. Hauptsächlich aber machen wir Musik, das heißt auch Musikproduktion und Songwriting“, so Wählen.

In der ersten Woche seiner Veröffentlichung landete das Album „Noah“ mit insgesamt 13 Titeln auf Platz 5 der deutschen Albumcharts – „und das in einer Woche, in der auch Motörhead, Mark Forster und Paul McCartney neue Alben veröffentlicht haben. Da können wir schon wirklich zufrieden sein“, sagt Andreas Reinard, der Schlagzeuger der kreativen Gruppe. Es ist das zweite Album, dass Chakuza in Zusammenarbeit mit „In Vallis“ produzierte. Bereits 2014 für das Album „Exil“ arbeitete der österreichischer Rapper mit den Musikern aus dem Dreiländereck zusammen.

„Das hat sich damals irgendwie alles so ergeben“, erzählt Max Wählen, der für die Gitarre und das Schreiben der Musik zuständig ist – ebenso wie für das Management des bekannten Rappers. Der Aachener hatte zuvor mehrere Jahre in Berlin gelebt und bei einer Konzertagentur gearbeitet. „Da habe ich Chakuza betreut. Wir waren dann auch zusammen auf Tour. Eines Abends sind wir darauf zu sprechen gekommen, dass ich auch selber mit ein paar Freunden von zuhause Musik mache.“

Das wollte Chakuza sich gerne einmal anhören, reiste nach Vijlen, wo sich das Kollektiv zum Musik Machen und Produzieren trifft und teilweise auch wohnt – und war begeistert. „Wir haben dann zusammen Musik gemacht. Das hat super geklappt und daraus ist ja dann sogar ein Album entstanden“, so Wählen. Und nun bereits das zweite.

Allerdings hat es nicht nur die Musik dem Musiker Chakuza angetan – auch der Ort Vijlen an sich und die gesamte Region. „Nach ein paar Jahren in Berlin und anderen Großstädten hat er sich nach Ruhe gesehnt.“ Die holländische Provinz unweit der deutschen Grenze habe es ihm angetan, sind sich Wählen und Reinard einig. Insgesamt sei „Chak“, der mittlerweile in einem kleinen Dorf in Bayern wohnt, ein heimatsuchender Mensch.

Genau davon handle auch das aktuelle Album: Von der Suche nach einem Ort, wo er für sich sein kann und Ruhe findet. Der Titel „Noah“ ist dabei eine Anlehnung an die biblische Arche Noah – „im Album besingt er die Sachen, die ihm wichtig sind zu retten“, erklärt Wählen. Er selber hat neben der Musik auch etwas zu den Texten beigesteuert und ist selber im Refrain mancher Lieder zu hören.

Zusammen mit Chakuza waren die Künstler aus der Region für das Hurricane- und das Southside-Festival gebucht – immerhin zwei der größten Festivals der Republik, am 27. September startet in Köln die Tour zum neuen Album. „Wir spielen in Deutschland und Österreich in insgesamt 15 Städten“, sagt Reinard, „nur in Aachen leider nicht“, fügt er bedauernd hinzu. Dies liege aber ausschließlich daran, dass es keine geeignete Location gebe. „Natürlich würden wir sehr gerne auch hier auftreten.“

 

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